Ihre Adresse für Pilzkunde und Pilzführungen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet

    Neuer Exkursionstermin:

    Was uns am Kühkopf erwartet: blühender Bärlauch, hämmernde Spechte, mit etwas Glück die eine oder andere Morchel

    Sonntag, 26.04.2026, 10:30 Uhr: Pilz- und naturkundliche Exkursion im NSG Kühkopf
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    Sonntag, 03.05.2026, 10:00 Uhr: Wir suchen den Maipilz
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    Aktueller Fundkorbpilz:

    19.04.2026: Die Abbildung unseres aktuellen Fundkorbpilzes zeigt verkümmerte und gekrümmte grünliche Früchte, die ich an einem Pflaumenbaum in einer Parkanlage fotografiert habe. Derart deformierte Früchte, die niemand mehr essen möchte, nennt man Narrentaschen. Verunstaltet wurden sie von einem Pilz, den man Pflaumen-Narrentasche (Taphrina pruni) nennt. Andere Pilze dieser Gattung verursachen Kräuselkrankheiten an Blättern oder Hexenbesen an Birken ohne eigene Fruchtkörper zu entwickeln. Eine verrückte Welt, dieses Reich der Pilze! (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    18.04.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Behangene Faserling Psathyrella candolleana. Bei Kennern ein beliebter Suppenpilz, der schon früh im Jahr erscheint und bis in den Spätherbst zu finden ist. Er wächst stets an Holz, auch an vergrabenem, was ein Vorkommen auf Erde vortäuschen kann. Am einzelnen Pilz ist nicht viel dran, aber sein meist geselliges Erscheinen lohnt das Einsammeln. Aber bitte nur, wenn man sich seiner Sache wirklich sicher ist. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    17.04.2026: Findet man die Sulkatflechte Parmelia sulcata, unseren aktuellen Fundkorbpilz, einmal mit zahlreichen Apothecien, ist das schon etwas Besonderes (siehe Abbildung). Wie fanden mehrere Thalli dieser häufigen und weit verbreiteten Art auf der Rinde eines freistehenden Mehlbeerbaums in einem feuchten Kiefernwald im nördlichen Schwarzwald. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    16.04.2026: Es tut sich was! In der Eifel unterwegs habe ich an einem Waldwegrand meine ersten Hochgerippten Lorcheln (Helvella acetabulum) des Jahres gefunden. Unser aktueller Fundkorbpilz ist auch unter dem Namen Pokalrippenbecherling bekannt und ein typischer Frühjahrspilz, der keineswegs mit Becherlingen verwandt ist. Es handelt sich um eine ausgesprochen hübsche Art, die recht gut zu erkennen ist, wenn man auf die vielfältig gerippten Stiele und die frühe Erscheinungszeit achtet. (Adam Adamovicz) Mehr lesen >

    15.04.2026: Diesen aktuellen Fundkorbpilz habe ich gestern am Dietzenbacher Wollwiesenteich gefunden. Es ist der Frühlings-Glockenschüppling Conocybe aporos, der hier schon ab März und bis Juni erscheinen kann. Unter den Conocybe-Arten mit beringtem Stiel gibt es nur eine, deren Sporen keinen Keimporus besitzen. Der Pilz ist also leicht von ähnlichen Arten zu trennen – man muss nur mikroskopieren! Einen gewissen Verdachtsmoment liefert die frühe Erscheinungszeit und die Tatsache, dass er Wegränder, Parkanlagen, offene und grasige Stellen sowie stickstoffreiche Plätze unter Kräutern bevorzugt. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    14.04.2026: Einen begeisternden Anblick bietet unser aktueller Fundkorbpilz, das Schneeweiße Haarbecherchen Dasyscyphella nivea. Der winzige Ascomyzet begegnete uns gestern mehrfach an totem Eichenholz. An einigen der becher-, kelch- oder tellerförmigen gestielten Fruchtkörper hingen auch noch winzige Wassertröpfchen, was allerdings nur mit einer stark vergrößernden Lupe zu erkennen war. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    13.04.2026: Die ersten Speisemorcheln sind da! Und damit ist Morchella esculenta mein aktueller Fundkorbpilz. Gefunden habe sie in Polen in der Gegend von Posen und jetzt auch in der Peripherie von Offenbach in einer Streuobstwiese unter einem Apfelbaum. Für ein Pilzgericht haben sie noch nicht gereicht. Ich habe sie getrocknet und konserviert. 100 Gramm getrocknete kosten 45 bis 90 €. Bitte nicht mit der Frühjarslorchel Gyromitra esculenta verwechseln! Die ist, auch wenn „esculenta“ essbar (und lecker) bedeutet, potentiell tödlich giftig! (Adam Adamovicz) Mehr lesen >


    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026

    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025


    Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >


    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen

    Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >

    Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf

    Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling

    Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >


    Pilzquiz


    Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb

    Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.

    Mycena filopes - Mycena strobilicola - Mycena seynii

    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling

    Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    Mycena amicta – Geschmückter Helmling

    Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >

    Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling

    Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >

    Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.


    Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…


    Ob sich die Biene von der Grubenlorchel Nektar erhofft? (Foto: Gerd Wartha)

    Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden

    Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.


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