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Der Weihnachtswald und seine Pilze - Pilzkundliche Führung im Raum Frankfurt/Offenbach/Dietzenbach am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.2025 um 10:00 Uhr
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Aktueller Fundkorbpilz:
05.12.2025: Aktueller Fundkorbpilz ist der Erdwarzenpilz Thelephora terrestris. Der deutsche Name erweckt wegen der “Warzen” nicht gerade positive Assoziationen, aber bei genauerem Hinschauen ist er für mich ein attraktiver Pilz. Man findet ihn vor allem in der Umgebung von Nadelbäumen, wo er Jungpflanzen umwachsen und durch Ersticken zum Absterben bringen kann. Andererseits ist er als Mykorrhizapilz durchaus ein Freund der Bäume und hilft sogar den Baumschulen bei der Aufzucht ihrer Schützlinge. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
04.12.2025: Heute möchte ich einen aktuellen Fundkorbpilz aus einer Parkanlage in Bad Soden melden. Es ist der auch noch spät im Jahr recht häufige und leicht kenntliche Kaffeebraune Gabeltrichterling Pseudoclitocybe cyathiformis. Die beiden Exemplare waren schon frostgeschädigt und daher nicht mehr für die Küche zu verwenden. Die grauen Farben, die tief getrichterten Hüte und die langen Stiele machen ihn nahezu unverwechselbar. (Norbert Fischer) Mehr lesen >
03.12.2025: Unter den Helmlingen ist unser aktueller Fundkorbpilz so etwas wie die graue Maus und vor allem spät im Jahr zu finden. Sein Name: Grauer Nitrathelmling Mycena leptocephala. Zu seinen wichtigsten Merkmalen gehören die fast bis zur Hutmitte durchscheinend gerieften Hüte, der chlorartige Schwimmbadgeruch und die striegelige, von weißen Rhizomorphen bekleidete Stielbasis. Er gehört zu den häufigeren Helmlingsarten. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
02.12.2025: Ebenfalls aus dem östlichen Schwarzwald kommt unser heutiger aktueller Fundkorbpilz. Den Wiesenellerling Hygrocybe pratensis fanden wir hier auf einer nährstoffarmen Magerwiese. Er gehört zur Familie der Wachsblättler (Hygrophoraceae) und hört inzwischen auf den neuen Namen Cuphophyllus pratensis. Da seine angestammten Lebensräume (naturnahe, extensiv bewirtschaftete Wiesen) jedoch zunehmend verschwinden, ist er während der letzten Jahrzehnte stark rückläufig und wird als gefährdete Art in Roten Listen geführt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
01.12.2025: Den Grubigen Tannenmilchling Lactarius intermedius, unseren aktuellen Fundkorbpilz, findet man ausschließlich bei Weißtannen auf Kalkböden, kürzlich zum Beispiel mal wieder östlich von Hornberg im Schwarzwald. Daher ist es kein Zufall, dass nahezu alle deutschen Funde aus Baden-Württemberg und Bayern (Alpen und Voralpen) stammen. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
30.11.2025: Aktueller Fundkorbpilz ist der Gurkenschitzling Macrocystidia cucumis, zu dessen auffälligsten Merkmalen der deutliche Geruch nach Gurken zählt. Diese Duftnote wird auch als Mehlgeruch bezeichnet und kommt bei zahlreichen Pilzen in den verschiedensten Gattungen vor. Beim Gurkenschnitzling ist also auch auf die feinsamitigen braunen Hüte und Stiele und in Zweifelsfällen auf Mikromerkmale zu achten. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
29.11.2025: Bei einer Exkursion des Mykologischen Arbeitskreises Hornberg in der Nähe von Zell am Harmersbach, Baden-Württemberg, fanden wir auf einer Magerwiese auf ca. 300 m Höhe einen der farbenprächtigsten Pilze, den Kirschroten Saftling Hygrocybe coccinea, unseren aktuellen Fundkorbpilz. An seinen Fruchtkörpern treffen sich rot und gelb in den verschiedensten Variationen. Leider gibt es in Deutschland immer weniger Magerwiesen mit der traurigen Konsequenz, dass viele dieser wundervollen Pilze vom Aussterben bedroht sind. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2024
Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >
Interessante Pilze im Fundkorb:
Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen
Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >
Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf
Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling
Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >
Pilzquiz
Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb
Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.
Interessante Pilze im Fundkorb:
Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling
Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
Mycena amicta – Geschmückter Helmling
Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >
Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling
Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >
Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.
Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…
Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden
Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.