Ihre Adresse für Pilzkunde und Pilzführungen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet

    Aktueller Fundkorbpilz:

    04.02.2026: Man braucht nur ein paar Schritte aus dem Haus zu gehen, um unseren aktuellen Fundkorbpilz, die Mauer-Flechte Lecanora muralis zu sehen. Obwohl diese auffällige überall auf Gestein, Pflastern, Gehwegsplatten, Asphalt, an Mauern, seltener und reduziert auch an Bäumen wachsende Krustenflechte völlig zurecht als „Allerweltsflechte“ bezeichnet werden kann, wird sie kaum beachtet. Ihre Lager erreichen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern, die Apothecien sind nur mit Lupe deutlich zu erkennen. Das beigefügte Foto ist signifikant vergrößert. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    03.02.2026: Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man unseren aktuellen Fundkorbpilz, den gezonten Ohrlappenpilz Auricularia mesenterica, mit einer Schmetterlingstramete verwechseln. Bei näherem Hinschauen fällt zunächst seine zottig-filzige, fast samtartige Oberfläche auf. Ihn verrät jedoch die gallertartig aufgequollene Konsistenz und runzlige Struktur der Unterseite, die seine Verwandtschaft mit dem ebenfalls ganzjährig vorkommenden Judasohr erkennen lässt. Wie dieses gehört das „falsche Judasohr“ zur Gattung der Ohrenpilze, taugt jedoch nicht für die Küche. (Ulrike Wegner) Mehr lesen >

    02.02.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Birkenporling-Kissenpustelpilz Hypocrea pulvinata. Er erscheint auf der Unterseite seines Wirts, dem Birkenporling Piptoporus betulinus, wenn dieser seine besten Tage längst hinter sich hat und am Vergammeln ist, also im Winter oder darauffolgenden Frühjahr. Die herdenweise auftretenden kleinen gelben Polster oder Kissen sind sehr auffällig und praktisch unverwechselbar. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    01.02.2026: Unseren heutigen aktuellen Fundkorbpilz werden die meisten Pilzfreunde gar nicht als Pilz wahrnehmen. Seinen deutschen aber sehr passenden Namen hat Bispora antennata erst in jüngerer Zeit erhalten: Tintenstrahlpilz (seit es Tintenstrahldrucker gibt!). Er ist sehr häufig und überall zu finden, wo es Schnittflächen von Buchenstämmen (Buchenstümpfe) gibt. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    31.01.2026: Nein, das ist kein Stachelbart! Auch wenn man den Dickstacheligen Schwammporling (Spongipellis pachyodon) auf den ersten Blick dafür halten könnte. Für mich ist es immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis, einen zu finden. Dieser ganzjährig pileat oder resupinat an lebendem und totem Laubholz wachsende aktuelle Fundkorbpilz gilt als selten, hat im Rhein-Main-Gebiet aber immerhin einen Verbreitungsschwerpunkt. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    30.01.2026: Zu den Pilzen, die ganzjährig zu finden sind, gehören die Flechten. Eine der häufigsten ist die Gewöhnliche Blasenflechte Hypogymnia physodes, unser aktueller Fundkorbpilz. Um die optisch relevanten Merkmale am Fundort zu erkennen, sollte man eine stark vergrößernde Lupe dabei haben. Das allein reicht in der Regel aber nicht für eine sichere Bestimmung. Auch Mikromerkmale und unterschiedliche chemische Reaktionen spielen eine entscheidende Rolle. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    29.01.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Winterporling Polyporus brumalis, eine häufige Art, die saprobiontisch an Ästen, Zweigen oder Stubben von Laubhölzern wächst. Ab März/April, wenn auch der Maiporling erscheint, könnte man ihn mit diesem verwechseln. Genaues Hinschauen hilft, dies zu vermeiden. Der Winterporling hat deutlich größere Poren als der Maiporling, dessen Poren so winzig sind, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Beide sind sehr zäh und kommen daher als Speisepilze nicht in Frage. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >


    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026

    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025

    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2024


    Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >


    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen

    Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >

    Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf

    Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling

    Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >


    Pilzquiz


    Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb

    Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.

    Mycena filopes - Mycena strobilicola - Mycena seynii

    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling

    Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    Mycena amicta – Geschmückter Helmling

    Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >

    Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling

    Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >

    Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.


    Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…


    Ob sich die Biene von der Grubenlorchel Nektar erhofft? (Foto: Gerd Wartha)

    Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden

    Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.


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