Geopora arenicola
Kleinsporiger Sandborstling
Das Foto von Norbert Kühnberger zeigt einen typischen Standort für diesen Pilz, der fast genau so aussieht wie der Zedern-Sandborstling Geopora sumneriana, der ausschließlich bei Zedern vorkommt. Geopora arenicola mag nicht nur sandige, sondern auch mit Geröll beladene Substrate. Auch an Stränden ist er zu finden, wie die Fundpunkte der DGfM-Verbreitungskarte an den Küsten der Insel Sylt und von Mecklenburg-Vorpommern zeigen.
Optisch gleichen sich die beiden Arten fast wie ein Ei dem anderen. Gäbe es nicht die oben geschilderten gravierenden Standortunterschiede müsste man solche Funde stets mikroskopieren, was allerdings wegen nur geringfügig unterschiedlicher Merkmale nicht einfach ist. Die stiellosen Fruchtkörper erreichen Durchmesser von etwa 2 bis 7 cm. Sie entwickeln sich kugelförmig unter der Erde und sind zunächst nur als unspezifisches Loch wahrzunehmen. Sie öffnen sich mit ± sternförmig aufreißenden Rändern, sobald sie an der Oberfläche erscheinen. Die Innenseite der zu den Schlauchpilzen zählenden Art ist grauweißlich bis cremefarben und glatt, die Außenseite borstig und braun.
Drei weitere in Deutschland nachgewiesene Sandborstlinge sind der Hellscheibige Sandborstling Geopora cervina, der nährstoffreiche Böden bevorzugt, der Vergrabene Sandborstling Geopora sepulta, der auf Magerrasen, gern auch bei Kiefern vorkommt sowie der extrem seltene kartoffelförmige Trüffel-Sandborstling Geopora cooperi, dessen Fruchtkörper meist trüffelartig geschlossen bleiben und im Inneren labyrinthisch gefaltet sind.
Weiterführende Literatur:
- Svengunnar Ryman / Ingmar Holmåsen: Pilze, Seite 628
- Rudolf Winkler, Gaby Keller: Pilze Mitteleuropas, Seite 814 (16.6.20)