Erysiphe polygoni

Echter Mehltau der Knöterichgewächse

de Candolle 1805
Familie: Erysiphaceae
© Dieter Gewalt
polygoni = an Vogelknöterich

Der abgebildete Pilz bildet wie alle Echten Mehltaupilze weißliche pulvrige abwischbare Beläge auf den Blattoberseiten des Vogelknöterich (Polygonum aviculare). Zur Bestimmung genügt es, die Wirtspflanze zu kennen. Das Vorkommen von Erysiphe polygoni ist allerdings nicht auf Vogelknöterich beschränkt. Die Art erscheint auch auf anderen Knöterich- und weiteren Pflanzenarten wie Klee oder Erbsen, ist sehr häufig und selbst bei Trockenheit keimfähig. Grundsätzlich gelten Echte Mehltaupilze als Pflanzenparasiten, verursachen aber meist keine ernsthafte Schäden.

Weitere Mehltaupilze im Fundkorb:

Blumeria graminis = Echter Gras-Mehltau
Bremia lactucae = Falscher Salat-Mehltau
Erysiphe alphitoides = Eichen-Mehltau
Erysiphe platani = Platanenmehltau
Golovinomyces orontii = Echter Immergrün-Mehltaupilz
Microsphaera berberidis = Mahonien-Mehltau
Pseudoperonospora cubensis = Falscher Gurken-Mehltau
Sawadaea bicornis = Bergahorn-Mehltau
Sawadaea tulasnei = Echter Ahorn-Mehltau

Unterschiede zwischen Echten und Falschen Mehltaupilzen:
Echte Mehltaupilze (Schönwetterpilze) sind echte Schlauchpilze. Sie bilden weißliche, mehlartige, leicht abwischbare Beläge auf der Blattoberseite, bevorzugt bei trockenem warmem Wetter.
Falsche Mehltaupilze (Schlechtwetterpilze) sind pilzähnliche Organismen, auch Eipilze genannt, die tief in das Blattgewebe eindringen. Sie bilden gelbliche bis bräunliche Flecken auf der Blattoberseite und graue bis violett-weißliche Rasen auf der Unterseite, die sich nicht abwischen lassen. Sie bevorzugen kühles, feuchtes Wetter.

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 24. August 2026