Tricholoma frondosae
Pappel-Grünling
Dieser grünlingsähnliche Pilz überraschte uns bei einer pilzkundlichen Führung durch sein massenhaftes Vorkommen. Auf einer Fläche von wenigen Quadratmetern standen mindestens 50 zum Teil mit Fallaub bedeckte Fruchtkörper. Er wurde gleich von mehreren Pilzfreunden untersucht und mit der Merkmalskombination
„leuchtend gelbe, sehr dicht stehende Lamellen, grünlich-bräunliche feinkörnig schuppige Huthaut, konische Hutmitte, unauffälliger Geruch, muffig mehliger Geschmack“
als Tricholoma frondosae bestimmt. Die größten Fruchtkörper hatten Durchmesser bis zu 14 cm. Die Stiele waren weißlich bis hellgelb gefärbt, an der Basis leicht knollig und zum Teil etwas verbogen. Die einzigen in unmittelbarer Umgebung befindlichen Bäume waren Hainbuchen, etwas weiter entfernt Kiefern und Eichen.
Die Sporen hatten die Maße 5 – 6,5 x 3 – 4 µm.
Es handelt sich um einen wenig bekannten in der Literatur kaum einmal erwähnten Ritterling und eine erst 2001 beschriebene neue Art. Es ist vielfach von „schmächtigen Fruchtkörpern“ die Rede, was auf die größeren Exemplare unseres Fundes absolut nicht zutrifft. Vereinzelte Nachweise liegen aus fast allen Bundesländern vor, lediglich in Sachsen scheint der Pilz ziemlich flächendeckend vorhanden und kartiert worden zu sein
Weiterführende Literatur:
- Rudolf Winkler, Gaby Keller: Pilze Mitteleuropas, Seite 241 (5.1.44)
- https://www.pilze-deutschland.de/organismen/tricholoma-frondosae-kalamees-shchukin-2001-1
- https://forum.dgfm-ev.de/thread/1416-neues-von-den-gruenlingen/