Taphrina farlowii

„Traubenkirschen-Kräuselkrankheit“

Sadeb.1890
Familie: Taphrinaceae
© Dieter Gewalt

Die zu den Ascomyzeten gehörige Gattung Taphrina enthält phytoparasitische Pilzarten, die unter den deutschen Namen Narrentaschen, Hexenbesen und Kräuselkranheiten bekannt sind. Letztere könnte man auch als Parasiten bezeichnen, Lebewesen, die auf Kosten anderer leben, obwohl sie ihrer Wirtspflanze nicht schaden sondern nur deren Blätter deformieren. Diese mehr oder weniger auffälligen Wucherungen sind meist blasen- oder beulenförmig und unterscheiden sich manchmal auch farblich vom Blattgrün.

Taphrina farlowii erscheint an Blättern und Blütenknospen der Spätblühenden Traubenkirsche Prunus serotina, die auch Späte Traubenkirsche genannt wird. Die aus Nordamerika stammende Strauchpflanze erreicht bei uns Höhen von etwa 20 m und gilt als problematischer Neophyt und häufigste invasive Baumart. Sie wurde ab 1623 als Zierpflanze nach Europa importiert. Sie enthält für Mensch und Tier giftige cyanogene Glykoside.

Weiterführende Literatur:

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 18. August 2020