Lepiota ventriosospora
Gelbflockiger Wollstielschirmling
Der Gelbflockige Wollstielschirmling gehört zu den größeren Vertretern der Gattung Lepiota. Seine Hüte können 8 cm Durchmesser erreichen. Ganz junge noch nicht aufgeschirmte Pilze haben eine einheitlich rotbraune Huthaut, die bei der weiteren Entwicklung schuppig aufreißt. Nur die Hutmitte bleibt glatt. Die Lamellen sind rein weiß und erreichen den Stiel nicht. Dieser kann gut 8 cm lang werden und ist unterhalb der sehr vergänglichen Manschette wollig geschuppt. Der Geruch wird als nicht unangenehm obstig oder pilzig beschrieben, kann aber auch eine leuchtgasartige Komponente wie beim kleineren Stinkschirmling Lepiota cristata haben. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind seine auffallend schlanken und langen Sporen mit den Maßen 14 – 23 x 4 – 5,5µm, sodass für eine sichere Bestimmung das Mikroskop herangezogen werden sollte.
Da er keine besonderen Ansprüche an Bodenqualität und Begleitbäume stellt, ist er in Mitteleuropa in Laub- und Nadelwäldern weit verbreit. Im Frankfurter Stadtwald gehört er zu den häufigeren Pilzarten und ist vor allem an Wegrändern anzutreffen.
Unter den Schirmlingen der Gattung Lepiota gibt es keine essbaren, wohl aber einige tödlich giftige Arten wie den Fleischrosa Schirmling Lepiota subincarnata. Der Gelbflockige Wollstielschirmling gilt als giftverdächtig. Verwechselt werden könnte er vor allem mit dem Wolliggestiefelten Schirmling Lepiota clypeolaria, dessen Sporen 11,5 – 17 x 4 – 6,5 µm messen, also deutlich kürzer sind.