Gymnosporangium sabinae

Birnengitterrost

(Dicks.) G. Winter 1884
Familie: Pucciniaceae
© Dieter Gewalt
22.04.2006 in Dietzenbach, Westendstraße, an Chinesischen Zierwacholder

Der oben abgebildete Fund an einem Gartenzaun in Dietzenbach stellt einen Pilz dar, der durch seine vielgestaltigen, orangeroten Fruchtkörper auffällt.

Günther Breidert hat ihn in Langen gefunden und fotografiert

Es handelt sich um einen Rostpilz, der 5 verschiedene Sporentypen erzeugt und in seinem Lebenszyklus auch noch den Wirt wechselt. Einen Teil seines Lebenszyklus verbringt er an Ästen und Zweigen von Wacholder, den anderen in Form von gelb-orangen Flecken auf Blättern von Birnbäumen und trägt daher den Namen Birnengitterrost. So hübsch die seltsam geformten Fruchtkörper auch aussehen mögen: der Pilz schädigt seinen Wirt. Der Grundstückseigentümer wird seinen Chinesischen Zierwacholder mittelfristig wohl abschreiben müssen.

Und so zeigt sich der Birnengitterrost nach seinem Wirtswechsel:

Auf den Oberseiten von Birnbaumblättern entstehen die erwähnten gelb-orangen Flecken, an den Blattunterseiten bilden sich die Sporenlager. Dieses Stadium verursacht seinem Wirt kaum nennenswerte Schäden, auch wenn die Flecken oft als Krankheitsbild gedeutet werden.

Die Verwendung dieser Grafik wurde uns freundlicherweise vom Zeichner A. Gutjahr und vom IHW-Verlag erlaubt. Sie stammt aus dem 1995 erschienenen und m. E. sehr empfehlenswerten Buch Pilze – Wissenswertes aus Ökologie, Geschichte und Mythos von H. Schmid & W. Helfer
Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 4. August 2020