Russula solaris

Sonnentäubling

Ferd. & Winge 1924
Familie: Russulaceae
© Dieter Gewalt
solaris = auf die Sonne bezogen

Der Sonnentäubling ist mit der Merkmalskombination “blass gelbe Hutfarbe - sehr zerbrechliche Konsistenz - weißer Stiel - scharfer Geschmack - ockerfarbenes Sporenpulver” bestens gekennzeichnet. Man findet ihn in Laub- oder Mischwäldern stets bei Buchen. Die häufig anzutreffende Literaturangabe “auf kalkhaltigen Böden” kann ich aufgrund meiner Beobachtungen in der Rhein-Main-Ebene nicht bestätigen und wird auch von vielen Autoren nicht geteilt. Bei Michael/Hennig/Kreisel heißt es “auf sauren und neutralen Böden”. Er ist in Deutschland weit aber lückig verbreitet, nicht häufig und scheint in manchen Jahren auszubleiben.

Der Sonnentäubling gehört zu den kleineren Arten, die kaum mehr als 5 cm Hutdurchmesser erreichen. Die blass gelbe Hutfarbe wird zur Mitte hin intensiver, zum nicht immer gerieften Rand hin heller. Die trockene matte Huthaut ist bei Feuchtigkeit etwas schmierig und glänzend. Die jung hellen Lamellen verfärben sich durch ausfallendes Sporenpulver hell ocker, die mürben Stiele werden im Alter hohl. Der Geruch wird als fruchtig beschrieben.

Geschmack Sporenpulver Abziehbarkeit der Huthaut Chemische Reaktion mit FeSO4
scharf creme bis ocker bis 1/3 bis 1/2 orangerosa

Zu den mikroskopischen Merkmalen gehören elliptische bis rundliche, isoliert spitzwarzige Sporen mit den Maßen 6,5 - 9 x 5 - 8 µm.

Ähnliche Arten:
Gelber Haseltäubling Russula acetolens: Geschmack mild
Blassgelber Täubling Russula raoultii: Sporenpulver rein weiß, Sporen warzig netzig
Scharfer Gelbtäubling Russula dissidens: Sporenpulver weiß

Weiterführende Literatur:

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 28. September 2021