Russula albonigra

Menthol-Schwärztäubling

(Krombh.) F. 1874
Familie: Russulaceae
© Dieter Gewalt
albonigra = weiß und schwarz

Dieser Pilz gehört zur Sektion der Schwärztäublinge (Nigricantinae), die wiederum zur Untergattung Compactae zählen. Diese ist durch Arten mit weißen, schwarzbraunen oder schwärzenden, dazu festen und kompakten Früchtkörpern mit vielen Zwischenlamellen gekennzeichnet. Mit diesen Eigenschaften sind sie leicht von allen übrigen Täublingen zu unterscheiden, die als Bunttäublinge bezeichnet werden.

Der Menthol-Schwärztäubling ist von anderen durch Merkmale unterschieden, die in seinem Namen zum Ausdruck kommen. Der deutsche Name weist auf seinen frischen Mentholgeschmack hin, der ein kühlendes Gefühl auf der Zunge bewirkt. Der lateinische Namenszusatz albonigra beschreibt mit dem Schwarz-Weiß-Kontrast die Schwarzverfärbung des gesamten weißlichen Fruchtkörpers schon bei Berührung. Auch ohne Anfassen schwärzt er beim Altern. Mit diesen Merkmalen ist der stattliche festfleischige Pilz praktisch unverwechselbar. Die hier gezeigten Fotos lassen auch deutlich erkennen, dass wir es von der Oprik her nicht gerade mit einem Appetit anregenden Pilz zu tun haben. Er wird dennoch als essbar bezeichnet und soll besser schmecken als sein Aussehen vermuten lässt. Bei passender Gelegenheit werde ich das mal ausprobieren und an dieser Stelle berichten.

Foto rechts: Udo Schäfer

Eine solche Gelegenheit könnte auf sich warten lassen, denn der Menthol-Schwärztäubling ist keine häufige Art. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und kann in so ziemlich allen Waldtypen wachsen. Zu finden ist er normalerweise von August bis Oktober.

Geschmack Sporenpulver Abziehbarkeit der Huthaut Chemische Reaktion mit FeSO4
mild, bitterlich bis schärflich weiß nicht dunkelbraun

Aus der Gruppe der Schwärztäublinge sind im Fundkorb außerdem beschrieben:

Dickblättriger Schwärztäubling = Russula nigricans
Dichtblättriger Schwärztäubling = Russula densifolia
Scharfblättriger Schwärztäubling = Russula acrifolia

Weiterführende Literatur:

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2021