Laccaria laccata

Rötlicher Lacktrichterling

(A. Pearson) Krieglst. 1991
Familie: Tricholomataceae
© Dieter Gewalt
neue Familie: Hydnangiaceae
laccata = lackiert

Zwei kleine Blätterpilzchen, die sich in der Form nahezu gleichen, in der Farbe aber deutlich unterscheiden – das sind der Rötliche und der Violette Lacktrichterling. Während der Violette fast ausschließlich in Wäldern vorkommt, ist der Rötliche häufiger in Parkanlagen oder an grasigen Wegrändern zu finden. Beide zeichnen sich durch relativ dicke, entfernt stehende Lamellen aus, die mehrfach durch verkürzte Lameletten untermischt sind. Die Hüte werden etwa 1 bis maximal 5 cm breit und sind meist undeutlich gerieft.

Beide dürfen ohne Einschränkung als gute Speisepilze bezeichnet werden und geben einem Mischpilzgericht violette bzw. rötliche Farbtupfer mit. Obwohl ein einzelner Hut nicht viel hergibt, macht ihr meist herdenartiges Auftreten das Sammeln lohnend. Die etwas zähen Stiele sollten weggelassen werden.

Lacktrichterlinge neigen zu bizarren Missbildungen – hier sind es gekräuselte Lamellen, die sich schon von oben am Hutrand zeigen. Das Loch in der Hutmitte gehört ebensowenig zu einem vorbildlich gewachsenen Fruchtkörper.

Wegen seines wissenschaftlichen Namens Laccaria laccata haben Spaßvögel zwei nette Spitznamen für den Pilz kreiert: Lac lac und L²

Weiterführende Literatur:

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 7. August 2020