Hemimycena cucullata
Gipsweißer Scheinhelmling
Die Gattung Hemimycena (Scheinhelmlinge) fällt durch nahezu rein weiße Fruchtkörper mit langen dünnen Stielen auf. Nur wenige erreichen Hutdurchmesser von 2 bis 2,5 cm Durchmesser, darunter auch der hier vorgestellte Gipsweiße Scheinhelmling. Er ist überwiegend an morschen Holzresten und faulenden Blättern in- und außerhalb von Wäldern zu finden, gern in moosiger Umgebung. Der Stiel kann bis zu 7 cm lang werden, ist aber nur 1 – 2 Millimeter dick. Die sehr schmalen Lamellen stehen dicht und sind mehrfach mit kürzeren untermischt. Geruch schwach würzig bis pilzig, Geschmack mild. In Mitteleuropa weit verbreitete, nicht seltene Art.
Vor allem die kleineren Arten sind makroskopisch nur schwer zu unterscheiden und sollten daher mikroskopisch untersucht werden. Die wichtigsten Mikromerkmale von Hemimycena cucullata sind: Basidien viersporig, keulig, 24 – 34 x 4 – 7 µm; Sporen glatt, spindelig, mit Tropfen, 6 – 13 x 2,5 – 5 µm; Cheilozystiden spindelig, 20 – 35 x 5 – 1 µm; Schnallen vorhanden.
In Deutschland sind ca. 16 Hemimycena-Arten nachgewiesen. Die meisten sind selten oder sehr selten. Etwas häufiger sind neben Hemimycena cucullata noch Hemimycena gracilis (Nadel-Scheinhelmling) und Hemimycena lactea (Milchweißer Scheinhelmling). Eine weitere im Funkorb vertretene Art ist Hemimycena ignobilis (Feinhaariger Scheinhelmling).
Weiterführende Literatur:
- Breitenbach & Kränzlin: Pilze der Schweiz, Band 3, Nr. 216
- German J. Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 3, Seite 253 – 254
- Ewald Gerhardt: Der große BLV Pilzführer für unterwegs, Seite 196
- Rudolf Winkler / Gaby Keller: Pilze Mitteleuropas, Seite 355, (5.20.104)