Geastrum quadrifidum
Kleiner Nest-Erdstern
Wie alle Erdsterne besteht auch dieser aus einer Exoperidie und einer Endoperidie. Die zum jung noch kugeligen, meist nur etwa 2- 3 cm großen Fruchtkörper gehörige Exoperidie reißt von der Spitze her in 4, seltener in 3 oder 5 Lappen auf, die sich stelzenartig nach unten biegen und die im Inneren befindliche Sporenkugel (Endoperidie) auf einem kurzen Stiel nach oben heben.
Die Farbe der Stelzen wird in der Literatur oft mit creme, ocker oder bräunlich angegeben. Auch die meisten Abbildungen zeigen diese Farben, zudem auch oft noch zweifarbig gescheckt. Vor allem jung sind sie jedoch mindestens ebenso häufig rein weiß oder weißlich wie auf den hier beigefügten Fotos. Nur eines von diesen lässt eine helle beige-bräunliche Farbe erkennen. Offensichtlich wirken die Stelzen auch spröde und zerbrechlich.
Die kugel- bis spindelförmige graue Endoperidie erreicht bis zu 2 cm Durchmesser und hat an der Unterseite einen unauffälligen Kragen. Das kegelige Peristom an der Spitze ist etwas fransig und öffnet sich, um die Sporen freizusetzen. Es ist von einem schmalen helleren Hof umgeben. Das Sporenpulver ist violett-bräunlich. Die runden, warzigen Sporen messen 4,5 – 6 µm im Durchmesser.
Der Kleine Nest-Erdstern gehört zu den kleinsten Erdsternen. Er ist vor allem in höhreren Lagen ab etwa 500 m in Fichtenwäldern zu finden. Ähnlich ist der ebenfalls stelzenbildende Große Nest-Erdstern Geastrum fornicatum.
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Weiterführende Literatur:
- Breitenbach & Kränzlin: Pilze der Schweiz Band 2 , Nr. 500
- German J. Krieglsteiner (Hrsg): Die Großpilze Baden-Württembergs Band 2, Seite 116 - 117
- Rudolf Winkler, Gaby Keller: Pilze Mitteleuropas, Seite 106 (1.5.29)
- Heinrich Dörfelt: Die Erdsterne, Seite 58 – 60
- Hartmut Schubert: Quedlinburger Sternenwelten, Der Tintling, Heft 82 (3/2013), Seite 23
- http://tintling.com/pilzbuch/arten/g/Geastrum_quadrifidum.html