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Fundliste 16.10.2011 MTB 6018.4.2

Dritte Exkursion im VHS-Pilzseminar an der Thomashütte bei Eppertshausen

Wir hatten Glück. Passend zu unserem Schwerpunktthema Täublinge konnten 10 verschiedene Arten aus dieser interessanten Gruppe gefunden und besprochen werden. Vor allem konnte die Farbvariabilität innerhalb der Arten am Beispiel etlicher Frauentäublinge gezeigt werden. Egal, wie sich dieser schmackhafte Speisepilz auch tarnt, er ist stets an seinen nicht splitternden, biegsamen Lamellen sicher zu erkennen. Mit dem Jodoform-Täubling konnte ein weiterer Speisepilz aus dieser Gattung gefunden werden. Er ist an seinem in der Stielbasis feststellbaren Jodoform-Geruch (irgendwie an Krankenhaus erinnernd) zu erkennen. Einen weiteren Täubling, den Mandel-Täubling, haben wir ebenfalls anhand seines Geruchs identifiziert. Er riecht angenehm nach Bittermandel (Marzipan), schmeckt leicht scharf und gilt als ungenießbar. Weitere ungenießbare und magen- darmgiftige Täublinge haben wir ebenfalls an ihrem z. T. sehr scharfen Geschmack erkannt. Wichtig: Geschmacksproben müssen immer ausgespuckt werden!

Auch die nahe mit den Täublingen verwandte Gattung der Milchlinge, die ebenfalls zu den Sprödblättlern gehört, war mit etlichen Arten vertreten. Darunter befanden sich auch einige wenige Edelreizker, die sich wie ihre nahen Verwandten durch ihre karottenrote Verfärbung auszeichnen.

Die bei früheren Exkursionen gefunden Wulstlinge konnten ebenso geübt werden wie diverse Röhrlinge. Neu für alle Teilnehmer war der seltene Hohlfuß-Röhrling, der ausschließlich bei Lärchen wächst. Das Speisepilz-Repertoire konnte u. a. mit dem Dunklen Hallimasch erweitert werden.

      Fundliste (ausgewählte, besprochene oder geübte Arten):

  1. Agaricus silvaticus - Wald-Champignon, Kleiner Blut-Egerling
  2. Amanita citrina - Gelber Knollenbläterpilz (Geruch nach Kartoffenkeller in der Stielbasis; >>>)
  3. Amanita excelsa - Grauer Wulstling
  4. Amanita muscaria - Fliegenpilz
  5. Amanita phalloides - Grüner Knollenblätterpilz
  6. Amanita porphyria - Porphyr-Wulstling (im Nadelald, vor allem bei Kiefern)
  7. Amanita rubescens - Perlpilz
  8. Armillaria mellea - Honiggelber Hallimasch
  9. Armillaria ostoyae - Dunkler Hallimasch
  10. Boletinus cavipes - Hohlfuß-Röhrling
  11. Boletus edulis - Steinpilz (siehe Fotoalbum Tour 6: Röhrlinge)
  12. Boletus erythropus - Flockenstieliger Hexenröhrling
  13. Clitocybe nebularis - Nebelkappe, Nebelgrauer Trichterling
  14. Galerina marginata - Gifthäubling
  15. Gomphidius rutilus - Kupferroter Gelbfuß
  16. Hydnum repandum - Semmelstoppelpilz
  17. Laccaria amerhystina - Violetter Lacktrichterling (alle Lacktrichterlinge sind essbar; ihre Stiele sind zäh und daher wegzulassen)
  18. Laccaria bicolor - Zweifarbiger Lacktrichterling
  19. Laccaria laccata - Rötlicher Lacktrichterling
  20. Laccaria proxima - Rotbrauner Lacktrichterling
  21. Lactarius blennius - Graugrüner Milchling
  22. Lactarius deliciosus - Edelreizker (hervorragender Speisepilz, zum Braten und Frittieren geeignet; nur bei Kiefern; leider waren unsere wenigen heutigen Funde von Maden befallen)
  23. Lactarius quietus - Eichenmilchling
  24. Lactarius subdulcis - Süßlicher Milchling
  25. Lactarius torminosus - Birkenreizker
  26. Lactarius turpis - Olivbrauner Milchling
  27. Megacollybia platyphylla - Breitblatt
  28. Merulius tremellosus - Gallertfleischiger Fältling
  29. Mycena crocata - Gelbmilchender Helmling
  30. Mycena galericulata - Rosablättriger Helmling
  31. Mycena haematopus - Großer Blut-Helmling
  32. Mycena pelianthina - Schwarzgezähnelter Helmling
  33. Mycena rosea - Rosa Retich-Helmling
  34. Pholiota lenta - Tonweißer Schüppling
  35. Pleurotus ostreatus - Austernseitling  (>>> Fotoalbum Tour 3: Pilze im Winter)
  36. Pseudohydnum gelatinosum - Zitterzahn, Eispilz
  37. Russula badia - Zedernholztäubling
  38. Russula cyanoxantha - Frauentäubling
  39. Russula densifolia - Dichtblättriger Schwärztäubling
  40. Russula emetica var. sylvestris - Kiefern-Speitäubling
  41. Russula grata - Mandeltäubling
  42. Russula nigricans - Dickblättriger Schwärztäubling (von allen Täublingen ist dieser anhand seiner entfernt stehenden, auffallend dicken Lamellen am leichtesten zu erkennen; ein hübsches Bild im Fotoalbum zeigt solche, bereits schwärzenden Lamellen >>>)
  43. Russula ochroleuca - Ockertäubling
  44. Russula rosea - Harter Zinnobertäubling
  45. Russula sardonia - Zitronenblättriger Täubling (Spitzname: Säufernase - wegen seiner meist deutlich violettrötlichen bis rosalila Stielfarben; sehr scharf und ungenießbar; gern bei Kiefern)
  46. Russula turci - Jodoform-Täubling (trotz seiner sehr variablen Farben am in der Stielbasis erkennbaren Jodoformgeruch erkennbar; guter Speisepilz; gern bei Kiefern)
  47. Suillus fluryi - Ringloser Butter-Röhrling (siehe Artikel: Von ungewöhnlichen Butter-Röhrlingen)
  48. Suillus grevillei - Goldröhrling (nur bei Lärchen)
  49. Suillus luteus - (Beringter) Butter-Röhrling (siehe Artikel: Von ungewöhnlichen Butter-Röhrlingen)
  50. Tricholoma sulphureum - Schwefelritterling
  51. Tricholoma terreum - Graublättriger Erdritterling
  52. Xerocomus badius - Maronenröhrling (>>>)
  53. Xerocomus chrysenteron - Rotfußröhrling
  54. Xerocomus subtomentosus - Ziegenlippe
  55. Xerula radicata - Grubiger (Wurzelnder) Schleimrübling