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Mycena rhenana Maas Gesteranus & Winterhoff

Flockenstieliger Helmling

RL=R V=0 - 23.08. + 30.08.2002 MTB 5918.4.3 Lichteichen und Wollwiesenteich nahe Dietzenbach - Exs. u. Dia D. Gewalt


 

Kurze Vorbemerkung: für die grottenschlechte Qualität der beiden Abbildungen bitte ich um Entschuldigung. Weiße Winzlinge sind nicht leicht zu fotografieren. Die Fotos werden ausgetauscht, sobald ich bessere zur Verfügung habe. Keineswegs bei allen weißen, helmlingsartigen Pilzchen, die auf Erlenzäpfchen wachsen, handelt es sich um Mycena rhenana. Einige etwas voreilige Fundeinträge in der Online-Kartierung dürften Falschmeldungen sein, die zu stornieren sind.

Die linke Abbildung zeigt zwei Mycena rhenana. Ein Fk zeigt deutlich das Basalscheibchen. Mit etwas Fantasie ist auch der gekerbte Hutrand zu erkennen. Auf dem Foto rechts sind zwei Erlenzäpfchen besiedelnde Helmlinge zu sehen. Nur bei dem kleinen Exemplar handelt es sich um M. rhenana. Die andere Art ist unbestimmt.


 

Winzige, weißliche bis graue, helmlingsartige Blätterpilzchen, Hut max. 5 mm Durchmesser, mit Basalscheibchen auf vorjährigen Erlenzäpfchen wachsend - diese Merkmalskombination definiert eine Mycena-Art, die erst 1985 beschrieben worden ist. Weitere Merkmale, die eine Bestimmung absichern: Geruch nitrös - Länge der fadendünnen Stiele 1 - 4 cm - Lamellen untermischt, wobei die durchgehenden zur Bildung eines mehr oder weniger deutlichen Pseudokollars neigen. Der Geruch ist bei der Kleinheit der Fk oft schwer festzustellen.

Zum Zeitpunkt meines persönlichen Erstfundes waren lediglich 6 Fundstellen (alle in Deutschland und von Winterhoff) publiziert worden. Sie liegen in 5 aneinander grenzenden MTBs in Baden-Württemberg nahe Karlsruhe (der Name rhenana bezieht sich auf den Rhein). Bereits am 09.10.2001 hatten wir etliche Fk in einem feuchten Erlenbestand gefunden. Da diese Aufsammlung nicht belegt werden konnte, musste eine Fundmeldung unterbleiben. Wir hatten die Absicht, unsere Kollektion zu Hause zu prüfen, zu fotografieren und Belegmaterial zu herbarisieren. Ob die vergänglichen Pilzchen auf dem Heimweg verloren gingen (wir waren mit Fahrrädern unterwegs) oder sich in nicht mehr feststellbare Spuren verflüchtigt hatten, war nicht mehr zu ermitteln. Diese Kollektion könnte ein Erstfund für Hessen, möglicherweise sogar die erste Aufsammlung außerhalb von BW gewesen sein. Am 28.08.2002 fand René Kreher bei einer gemeinsamen Exkursion im gleichen Gebiet zwei auf einem Zäpfchen wachsende Exemplare. Diesmal konnten die zuvor fehlenden Nachweise gesichert werden. Am 30.08.2002 fanden wir ca. 100 m vom vorigen Fundort entfernt diesen bemerkenswerten Helmling erneut und in großer Zahl. An diesem Tag gelangen auch die leider nicht sehr aussagefähigen Standortaufnahmen. (Tui und Dieter Gewalt)