Statistik
Startseite > Fundkorb > Morchella gigas (Batsch.:Fr.) Pers.

Morchella gigas (Batsch.:Fr.) Pers.

Käppchen-Morchel

auch: Halbfreie Morchel genannt - Synonym: Mitrophora semilibera - V=15 (RM=8) - 27.04.2008 MTB 6114.4.4 NSG Kühkopf - Foto: D. Gewalt


 

Der Kühkopf, eine Rheinaue bei Stockstadt im Hessischen Ried und Teil des UNESCO-Naturreservats Kühkopf-Knoblochsaue, war im April 2008 Exkursionsziel unserer FundGroup. Da es in Naturschutzgebieten nicht erlaubt ist, die Wege zu verlassen, waren wir auf Wegrandfunde beschränkt, was in diesem Biotop jedoch kein nennenswerter Nachteil sein muss. Schon nach wenigen Minuten entdeckten wir die ersten Pilze, darunter die Käppchen-Morchel, z. T. zwischen blühenden Buschwindröschen oder Bärlauch.

Dieser Frühjahrspilz ist in Auwäldern nicht selten und in manchen Gegenden (so auch am Kühkopf) die häufigste Morchelart. Dass nur wenige Pilzfreunde sie kennen, liegt wohl daran, dass der Frühling nicht als klassische Pilzsaison angesehen wird und ihre bevorzugten Biotope nicht allenthalben zu finden sind. Im Gegensatz zu Spitz- und Speisemorchel ist der Hutrand nicht mit dem Stiel verwachsen sondern nur das obere Drittel des braunen, längs gerippten Käppchens. Der Name gigas bedeutet "Riese". In der Tat können die Ascocarpien bis zu 15 cm Höhe erreichen, aber die meisten bleiben doch erheblich kleiner.

Die Art ist in Deutschland eingeschränkt geschützt. Das heißt, sie darf nur zum Eigenverbrauch in angemessenen Mengen gesammelt werden; Handel und Verkauf sind verboten. (April 2008, Dieter Gewalt)

+ 23.04.2008 MTB 5916.3.4 Flörsheimer Warte, Wegrand; zusammen mit Verpa conica. (Günther Breidert)

+ 26.04.2008 MTB 5918.4.3 Hessentagspark in Dietzenbach, bei Pappeln am Bachlauf der Bieber. Hier auch 2009. (Dieter Gewalt)