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Echinoderma calcicola (Knud.) Bon

Kakaobrauner Stachelschirmling

V=0 - 17.10.2005 MTB 5818.1.3 Frankfurt a. Main, Homburger Landstraße 108 - Fotos und Exs. N. Kühnberger


Den Pilz entdeckte ich auf einem Wiesenstreifen vor unserem Haus. Da ich ihn nicht bestimmen konnte, schickte ich Dieter Gewalt ein Bild des Pilzes. Nach intensiven Recherchen teilte er mir mit, dass es sich bei dem Pilz um Echinoderma calcicola handeln könnte. Den Pilz fand ich auch im Großen Kosmos-Pilzführer von Hans E. Laux. Nach Breitenbach/Kränzlin: Pilze der Schweiz (Bd. 4) kommt der Pilz einzeln bis gesellig in Parkanlagen, Gärten, Wäldern, zwischen Gras und Kräutern, auf frischen, kalkhaltigen Böden vor. Im Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West) von German J. Krieglsteiner sind im süddeutschen Raum sieben, südlich des Neckars ein, und in Niedersachsen zwei Fundpunkte verzeichnet. Der Pilz scheint also tatsächlich recht selten zu sein. An meinem Fundort, wo sich eigentlich lehmiger Boden befindet, lagerten über dreißig Jahre lang große Kalksteine, die im Zuge der Umgestaltung der Gartenfläche entfernt wurden. Es kann ohne weiteres sein, dass der Boden durch die Steine kalkhaltig wurde. Den Pilz habe ich von seiner Aufschirmung bis zum Aussporen (Sporenpulver weiß) fotografiert. Ein Exsikkat habe ich hergestellt. (Norbert Kühnberger)

 

Dieser bemerkenswerte Fund des Kakaobraunen Stachelschirmlings Echinoderma calcicola ist dem seltenen Umstand zu verdanken, dass sich ein Gartenbesitzer für Pilze interessiert (Fotos: N. Kühnberger)