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Boletus satanas Lenz

Satansröhrling

RL=1 V=6 (RM=1) - 02.09.2001 MTB 5915.1.2 Wiesbaden Unter den Eichen; Begleitbäume Buche, Eiche - Exs. Th. Lehr, Dia D. Gewalt


 

Der Satansröhrling gehört zu den Pilzen, die in fast jedem populären Pilzbuch abgebildet sind, da er als giftiger Doppelgänger der Hexenröhrlinge gilt. In unserer Gegend dürfte es aber kaum zu Verwechslungen kommen, da der Satansröhrling im Rhein-Main-Gebiet äußerst selten ist.

Man muss auf seinen hellen Hut, den dicken, von einem feinen gelbroten Netz überzogenen Stiel und die roten Poren achten. Sehr charakteristisch und anders als bei den anderen rotporigen Dickröhrlingen ist der Geruch, der allerdings sehr unterschiedlich beschrieben wird: nach Aas, widerlich nach Babywindeln oder Bahnhofstoilette, immer aber irgendwie unangenehm. Bei meinen eigenen Funden roch ich zunächst gar nichts Auffälliges, erst nach Reiben am Stiel erinnerte der Geruch an Kartoffelboviste. Beim Eintrocknen entwickelten die Pilze dann aber einen intensiven urinartigen Geruch, tatsächlich wie Bahnhofstoilette.

In derselben Parkanlage kommt auch der noch seltenere Falsche Satansröhrling Boletus legaliae vor. Er zeichnet sich durch anderen Geruch und oft tiefroten Hut und Stiel aus. (Sep. 2007, Thomas Lehr)