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Amanita franchetii (Boud.) Fayod

Rauer Wulstling

(= A. aspera, A. queletii) - RL=3 V=4 (RM=1) - 01.07.2007 MTB 5817.4.3 Niedwald Frankfurt; 28.07.2002 MTB 5915.1.2 Wiesbaden Unter den Eichen; 31.07.1998 MTB 5919.3.3 Ansfeld-Wald bei Nieder-Roden; alle Fund bei Quercus sp. - Exs. und Belegfoto Th. Lehr

 


 

Der Raue Wulstling müsste eigentlich "Nichtrötender Gelbwulstling" heißen. Er sieht nämlich auf den ersten Blick wie ein Perlpilz oder Grauer Wulstling aus, mit denen er tatsächlich eng verwandt ist und von denen er auch lange Zeit nicht unterschieden wurde. Er unterscheidet sich von den beiden anderen Amanita-Arten aber dadurch, das sein Fleisch weder rötet noch bräunt und er immer mehr oder weniger ausgeprägte Gelbtöne zeigt. Mindestens das Velum universale, also die Hutflocken oder die Gürtelzonen an der Stielbasis, ist irgendwie gelbbräunlich. Bei meinen Funden war außerdem der Rand des Rings gelb, außerdem war der Pilz deutlich schmächtiger als die in seiner Nähe wachsenden Perlpilze. Der Pilz scheint bei uns im Rhein-Main-Gebiet Parks, Gärten und ähnliche, vom Menschen beeinflusste Biotope zu bevorzugen.

Der Fund aus dem Ansfeld-Wald ist von Dieter Gewalt gemeldet worden, wo auch eine Perlpilz-Varietät mit gelbem Ring aufgetreten ist (Amanita rubescens var. annulososulphurea Gill.). In Zweifelsfällen ist zur Abgrenzung auf unterschiedliche Sporenform- und maße zu achten. (Nov. 2007, Thomas Lehr)