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Tour 6:

Röhrlinge

Inhalt:  Boletus edulis - Leccinum aurantiacum - Xerocomus badius - Xerocomus rubellus - Links auf weitere 12 Röhrlingsarten

 

 


Boletus edulis - Steinpilz

Dieses hübsche Steinpilzpärchen könnte man mit "Mutter und Kind" untertiteln. Das Foto  zeigt sehr deutlich ein Merkmal, an dem man den leider immer noch Fichten-Steinpilz genannten Boletus edulis von seinen nächsten Verwandten unterscheiden kann: die speckig glänzende Huthaut mit den zum Rand hin helleren Farben. Da er u. a. auch in Buchenwäldern oder bei Birken und Eichen wächst, wo weit und breit keine Fichte zu sehen ist, wäre der Name Gemeiner Steinpilz, wie er bei Krieglsteiner: Die Großpilze Baden-Württembergs verwendet wird, weniger irreführend. Vielleicht droht aber auch eine Aufspaltung in mehrere Arten. Dann wäre die Unterscheidung der verschiedenen Steinpilzarten noch ein Stück schwieriger.

Das Foto entstand bei einer FundGroup-Wanderung am 01.11.2008 bei Waldacker (MTB 5918.4.4), wo eine 20 cm hohe Jungeiche als Mykorrhizapartner in Frage kam, denn Heidekraut und Kiefern können es schwerlich gewesen sein. (Dieter Gewalt)

 

 

 

 

 


 

Leccinum aurantiacum - Espenrotkappe

Wozu in den Wald gehen? Die schönsten Pilze findet man oft mitten in seiner Heimatstadt. Diese knackig schönen Espenrotkappen wuchsen mitten im Industriegebiet von Dietzenbach-Steinberg - mindestens 40 Exemplare auf einem verwilderten Landstreifen zwischen einer Fabrikationshalle und dem Grenzzaun zum Nachbargrundstück. Für alle, die sich mit der Frage beschäftigen, ob Leccinum aurantiacum mit der Eichenrotkappe identisch ist oder nicht: hier wuchsen nur junge Zitterpappeln, keine Eiche weit und breit - auch nicht die kleinste.

 

(Foto: Dieter Gewalt am 20.10.2007; MTB 5918.4.2)

 

 

 


 

 

Xerocomus badius - Maronenröhrling

Braun ist die Farbe der Marone. Das gilt für die Esskastanie wie auch für den beliebten Speisepilz. Bei ihm ist nicht nur die Kappe braun, auch der Stiel ist von Brauntönen gekennzeichnet, wenn auch von wesentlich helleren. Mag sein Stiel bisweilen auch noch so dick sein: wenn seine grünliche Röhrenschicht auf Druck und das Fleisch im Anschnitt blaut, ist es mit Sicherheit kein Steinpilz, wie Anfänger gerne glauben möchten. Der Maronenröhrling ist ein Charakterpilz bodensaurer Nadelwälder (in moosreichen Kiefernbeständen im Rhein-Main-Gebiet könnte man ihn manchmal mähen), kommt aber auch in Misch- und Laubwäldern vor. Kalkböden meidet er. So unbedeklich man ihn für die Küche empfehlen kann - in rohem Zustand ist er giftig. Er enthält Hämolysin, das die roten Blutkörperchen angreift, beim Erhitzen bis 70° jedoch zerstört wird. (Dieter Gewalt)

 

 


 

 

 

Xerocomus rubellus - Blutroter Filzröhrling

Nach meiner Beobachtung ist dies ein typischer Wegrandpilz, den man aber auch in parkartigen Biotopen finden kann. Er ist Mykorrhizapartner diverser Laubbäume, gern von Eichen, und in der Rhein-Main-Ebene weit verbreitet. Sein Speisewert ist mit dem des Rotfußröhrlings vergleichbar, mit dem er nahe verwandt ist.

Das Foto entstand am Dietzenbacher Wollwiesenteich. (Dieter Gewalt)

 

 

 

 

 


 

Weitere Röhrlinge im Fundkorb (zum Anschauen klicken Sie auf den Pilznamen):