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seit 26.08.2009 im Archiv:

K l e i n z e u g

Pilzwachstum ist witterungsabhängig. Zumindest das der "richtigen Pilze", also der auffälligen, meist durch Hut und Stiel gekennzeichneten Arten. Aber auch bei anhaltender Trockenheit gibt es für den interessierten Pilzfreund viel zu entdecken. Es sind vor allem Pilze an Holz und anderen Substraten, darunter eine Menge "Kleinzeug". Einige dieser unscheinbaren Organismen, oft nur wenige Millimeter groß oder gar nur mit der Lupe zu erkennen, sollen hier im Bild vorgestellt werden. Wenn Sie mehr über die jeweilige Art wissen möchten, klicken Sie einfach auf die Bildunterschrift.

1 Sphaerobolus stellatus 2 Junghuhnia nitida

Ein Winzling auf meist morschem Holz oder anderen holzigen Substraten ist der Kugelschneller (1). Er ist in der Lage, seine Sporenkugel, die in der sternförmig aufreißenden Außenhülle liegt, meterweit "abzuschießen". Man bezeichnet ihn daher auch als "Pilzpistole". Keine besonderen Kunststückchen vermag der Schönfarbige Resupinatporling zu vollbringen. Mit der Lupe betrachtet ist er einfach nur "schön".

 

3 Orbilia delicatula 4 Bisporella citrina 5 Hypoxylon fragiforme

Drei häufige Arten an Holz: Gelbes Knopfbecherchen (3) auf angekohltem Laubholzast. Zitronengelbes Holzbecherchen (4) auf berindetem Buchenast. Rötliche Kohlenbeere (5) mit Parasitischem Fadenpilz, ebenfalls auf Buche.

 

6 Acrospermum compressum 7 Calloria neglecta 8 Aporhytisma urticae

An dürren Brennnesselstängeln aus dem Vorjahr ist eine Vielzahl winziger Pilzchen zu finden, zumeist Ascomyceten. Um das Fadensporige Flachkeulchen (6) so deutlich wie auf dem Foto zu sehen, bedarf es schon einer guten Lupe. Das Orangefarbige Brennnesselbecherchen (7) wird etwa 0,5 bis 1 mm groß. Für Aporhytisma urticae (8) ist mir wie oft bei so wenig beachteten Pilzen kein deutscher Name bekannt.

9 Mollisia retincola 10 Trochila ilicina 11 Arachnoscypha aranea

Auf sehr spezielle Substrate haben sich diese drei Winzlinge festgelegt. Das Gelbe Schilfbecherchen (9) ist im Frühjahr auf vertrockneten, vorjährigen Schilfstängeln nahe des Wasserspiegels zu suchen. Es erreicht immerhin Durchmesser von 2,5 mm und ist mit bloßem Auge zu erkennen. Kaum 0,5 mm erreichen die Stechpalmen-Deckelbecherchen (10), die rasig auf abgefallenen vorjährigen Blättern von Stechpalmen (Ilex) wachsen und mit bloßem Auge nur als dunkle Pünktchen auszumachen sind. Esskastanienschalen-Becherchen (11) sind noch kleiner und nur an den stacheligen Fruchtschalen der Esskastanie aus dem Vorjahr zu finden, wo sie scharenweise die Innenseiten bevölkern.

("Kleinzeug"-Text und Fotos von Dieter Gewalt)


 

seit 09.03.2009 im Archiv: A k t u e l l e K u r z n a c h r i c h t e n

06. November 2008: Den Parasitischen Scheidling (Volvariella surrecta) im Wald zu finden, ist ein besonderer und seltener Glücksfall, der mir in Jahrzehnten eifriger Pilzsuche erst zwei Mal vergönnt war. Ihn nun im Vorgarten einer großen Wohnanlage mitten in Dietzenbach (MTB 5918.4.3) auf vergammelten Nebelkappen zu entdecken, hat mich fast vom Hocker gehauen. Nicht genug damit, zwei Tage später fand ich ihn auch bei einer vom Umweltamt der Stadt Rüsselsheim angebotenen pilzkundlichen Führung am Mönchbruch (MTB 6017.1.1).

Über einen früheren Fund dieses interessanten Pilzes bei Mörfelden-Walldorf informiert Hermine Lotz-Winter in einem Fundkorb-Beitrag. (Dieter Gewalt)

 

19. Oktober 2008: Bei unserer FundGroup-Wanderung im "Koberstädter Wald" bei Langen (MTB 6018.1.1) haben wir Stockschwämmchen (Pholiota mutabilis) und Gifthäublinge (Galerina marginata) am gleichen Buchenstumpf gefunden! Aus diesem Anlass soll an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich vor der Verwechslungsgefahr gewarnt werden: wer die beiden Arten nicht 100%-ig sicher auseinanderhalten kann, sollte unbedingt auf das Sammeln von Stockschwämmchen verzichten. Ein Fehlgriff kann tödlich sein!

 

05. Oktober 2008: Anlässlich der DGfM-Tagung in Kassel wurde unser Redaktionsmitglied Thomas Lehr mit dem Adelbert-Ricken-Preis ausgezeichnet, einem Förderpreis für mykologische Freizeitforscher und Nachwuchsmykologen. Wir gratulieren ihm für diese Ehrung, die er für diverse Veröffentlichungen in der mykologischen Fachliteratur erhalten hat. Auch in unserem Fundkorb sind etliche Beiträge und Fotos von ihm erschienen. Um nur einige zu nennen: Sumpfhaubenpilz Mitrula paludosa, Fingerhutverpel Verpa conica, Lilafarbene Wiesenkoralle Ramariopsis pulchella, Traubenstieliger Sklerotienrübling Dendrocollybia racemosa, Kaiserling Amanita caesarea, Anhängselröhrling Boletus appendiculatus, Fleckender Schmierschirmling Chamaemyces fracidus.

 

 

 

06. September 2008: Der Heide-Schleimfuß Cortinarius mucosus ist wieder im Ansfeldwald bei Nieder-Roden (MTB 5919.3.3) erschienen. Es wurden mehr als 40 Fruchtkörper gezählt. Bei Kennern ist die Art als ausgezeichneter Speisepilz zu Recht beliebt. Sie wird in Kürze in Wort und Bild im Fundkorb vorgestellt. (Dieter Gewalt)

 

27. August 2008: Im Ranking bei Google sind 93 von 104 Fundkorb-Pilzen unter den Top Ten zu finden, davon 35 auf Rang 1.


seit 17.05.2008 im Archiv: I n T h a i l a n d g e f u n d e n

 

Bild links: Marasmiellus spec. an Bananenstaude - Bild Mitte: ein ungeklärter Verwandter unserer Stinkmorchel - Bild rechts: Auf Elefantendung wuchsen hunderte weiße Düngerlinge und einiges mehr (siehe FundGroup)

 


 

Im Archiv seit 03.04.2008: Das Neueste aus Wissenschaft und Forschung

Manche haben es ja schon lange vermutet, aber ein Forscherteam um Prof. Jester Buffoon von der Alabama State University in Montgomery hat nun herausgefunden, dass Pilze verwandtschaftliche Bande zu Tieren haben. An dem Ascomyzeten Geopora sumneriana haben die Wissenschaftler den Beweis erbracht: der Pilz ist genetisch mit unserem Hausschwein verwandt. Untersuchungen mit dem Elektronenmikroskop und molekularbiologische Vergleichstests zeigten, dass die Haare der beiden Spezies völlig identisch sind. Schon vor Buffoons Team haben Etymologen aufgrund sprachlicher Übereinstimmungen eine engere Beziehung postuliert. Sowohl der deutsche Name des Pilzes Zedern-Sandborstling als auch die umgangssprachliche Bezeichnung Borstenvieh für Schweine enthalten den gleichen Wortstamm. Prof. Buffoon hat weitere Ansatzpunkte für seine Theorie gefunden, dass das Schwein von Ascomyzeten abstammt. Es ist bekannt, dass Wildschweine den Waldboden aufwühlen, um epigäisch wachsende Pilze aufzustöbern und sie werden wegen dieser Vorliebe ja auch zur Trüffelsuche eingesetzt. Laut Buffoon tun sie dies jedoch nicht zur Nahrungsbeschaffung, sondern um mit ihren Vorfahren zu schmusen. Da viele Menschen Schweine sind, hält er es sogar für möglich, dass auch wir von Schlauchpilzen abstammen. Dies hat nun die Kreationisten, die die moderne Evolutionstheorie strikt ablehnen, auf den Plan gerufen. Von ihnen wird der Professor aus Alabama seit der Veröffentlichung seiner Erkenntnisse mit Morddrohungen heimgesucht.

April, April! Auf diesen Scherzartikel ist natürlich niemand heriengefallen. Zum Namen des Südstaatenprofessors soll dennoch eine aufklärende Anmerkung angefügt werden: Jester bedeutet so viel wie Scherzkeks, Buffoon ist das englische Wort für Witzbold. Was jedoch im Fundkorb-Beitrag über den Borstling geschrieben steht, ist kein Witz. Das dürfen Sie getrost für bare Münze nehmen.


 

Im Archiv seit 01.04.2008

 

 

Lohnendes Ziel für eine gezielte Suche im März ist der Zedern-Sandborstling Geopora sumneriana. Wer eine Zeder im Garten oder in seiner Nachbarschaft hat oder weiß, wo welche stehen (vielleicht in einem Friedhof oder Park), könnte einen Beitrag für die Pilzkartierung im Rhein-Main-Gebiet leisten und nach ihm suchen. Mitteilung bitte an dgewalt@web.de. Mehr über diesen Pilz im Fundkorb. (Foto: Thomas Lehr)

Anmerkung einer Fundkorb-Besucherin: "Die sehen ja aus wie Kokosnüsse!"

L u s t a u f P i l z e ?

 

Zum Anschauen und Lesen sind Sie hier richtig. Zum Suchen, Finden und Bestimmen sind Sie herzlich eingeladen, sich unserer FundGroup anzuschließen. Klicken Sie auf Termine, um sich zu informieren, wann und wo Sie Gelegenheit dazu haben.

Der Vorschlag, eine Frühjahrsexkursion ins NSG Kühkopf zu unternehmen, hat im letzten Jahr viel Zustimmung gefunden. Der Termin steht nun fest:

Sonntag, 27.04.2008

Wir treffen uns bis spätestens 09:30 Uhr am Kreishaus Dietzenbach. Wer sich einen Umweg über Dietzenbach ersparen möchte, kann auch direkt zu dem noch festzulegenden Treffpunkt am Kühkopf kommen. Wir dürfen uns voraussichtlich auch auf Harry Regin von den Pilzfreunden Saar-Pfalz freuen, der uns mit einigen seiner Mitstreiter begleiten wird.

Drei Wochen später wird die nächste Wanderung stattfinden. Sie steht unter dem Motto:

Wir suchen den Maipilz

Über dessen Speisewert streiten die Gourmets. Manche mögen, andere verabscheuen ihn. Mit etwas Finderglück werden sich die Teilnehmer ihr eigenes Urteil bilden können. Wir treffen uns am

Sonntag, 18.05.2008 10:00 Uhr am Kreishaus Dietzenbach

Interessenten für beide Termine werden gebeten, sich unter dgewalt@web.de anzumelden.

 

 

 

In der Rubrik Fundlisten können Sie nachlesen, was bei den letzten Exkursionen entdeckt, gesammelt und bestimmt worden ist. Tipps und Kommentare gibt es hier auch.

Über bemerkenswerte Funde im Rhein-Main-Gebiet informiert die Rubrik Fundkorb.

 

 

 

 

 

 

G r ü ß e a u s T h a i l a n d

Elefantendung scheint hier ein begehrtes Substrat für koprophile Pilze zu sein. Dass es sich um Düngerlinge handelt, ist unschwer an den marmoriert gescheckten Lamellen zu erkennen. Dieses Muster entsteht, weil die Sporen nicht gleichzeitig reifen. Die sterilen Lamellenschneiden bleiben weiß. Unser Panaeolus zeichnet sich durch seine weiße Farbe, robusten Habitus und relative Langlebigkeit aus. Die größten Exemplare erreichten Hutdurchmesser von 6 (8) und Stiellängen von 10 (15) cm. Mehr als der Gattungsname war leider nicht zu ermitteln. Während es in Deutschland fast mehr Pilzbücher als Pilze gibt, mangelt es in Thailand an entsprechender Literatur. Auch bei drei weiteren Funden war uns nur eine vage Zuordnung möglich. Auf vergrabenem Holz wuchs ein Pilz, der große Ähnlichkeit mit unseren Seitlingen (Pleurotus) hat, am Stamm einer Bananenstaude entdeckten wir eine ausgesprochen hübsche schwindlingsähnliche Art und in einer schattigen Ecke fanden wir einen bemerkenswerten Verwandten unserer Stinkmorchel.

Bei einer von Termiten kultivierten Spezies konnte dagegen der korrekte Name ermittelt werden: Termitomyces striatus. Nicht nur Termiten finden ihn schmackhaft. "Aroy aroy!" sagen auch die Thais: lecker, lecker. Auch den Reisstrohpilz zu benennen, war kein Problem. Er wird überall im Lande auf freiem Feld gezüchtet und ist preiswert auf den Märkten zu haben. Mehr dazu (wie auch über einen Vogel, der am liebsten zu Fuß geht + Orchideen aus unserem Garten) in der Rubrik FundGroup. -- Tui und Dieter Gewalt grüßen alle Pilzfreunde in Deutschland.

 

P i l z e i m F u n d k o r b

Amanita ceasarea (Foto: Thomas Lehr) Delicatula integrella (Foto: Dieter Gewalt)

Bemerkenswerte Pilzfunde gehören in den Fundkorb! Dass der Kaiserling (Amanita caesarea, Foto und Link siehe oben) ein ganz besonderes High Light ist, bedarf keiner Erläuterung. Uns ist im RM-Gebiet nur ein Fundort bekannt, von dem auch die Abbildung stammt. Es wäre interessant zu erfahren, woher und von wem die beiden anderen Fundpunkte im Verbreitungsatlas stammen. Bemerkenswert ist auch, wenn bislang als selten eingestufte Arten plötzlich in Ausbreitung begriffen sind. Dies trifft im RM-Gebiet sowohl für den Weißen Adernabeling (Delicatula integrella, oben rechts) als auch für den Rosascheckigen Milchling (unten links) zu.

Lactarius controversus (Foto: Thomas Lehr) Daedalea quercina (Foto: Dieter Gewalt)

Unter Umständen verdient auch mal ein flächendeckend verbreiteter Pilz, in den Fundkorb "gelegt" zu werden. Dass der treu mit seinem Wirt verbundene Eichenwirrling (Daedalea quercina, oben rechts) an Erle gefunden wurde, ist schon eine Mitteilung wert, zumal die Fruchtkörper einige Besonderheiten aufwiesen. (mehr...)


 

Im Archiv seit 02.03.2008:

N e u i m F u n d k o r b :

Norbert Kühnberger stellt zwei seltene Arten in Wort und Bild vor: Links der Kakaofarbene Stachelschirmling Echinoderma calcicola aus seinem Frankfurter Garten, rechts der Mosaik-Schichtpilz Xylobolus frustulatus, den er an der Schnittstelle eines alten Eichenstammes im Schwanheimer Unterwald gefunden hat.

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Lentinus strigosus (Foto: Harry Regin) Phyllotopsis nidulans (Foto: Peter Zügel)


 

 

Im Archiv seit 02.03.2008:

 

 

 

J u d a s o h r e n

haben immer Saison - keine Jahreszeit, zu der sie nicht erscheinen könnten. Sie haben zwar ein enormes Wirtsspektrum, aber wer sie sucht, wird sie am sichersten und häufigsten an toten Holunderästen und -stämmen finden.

Bärbel Heckmann berichtet über ein bemerkenswertes Biotop bei Pfungstadt, in dem sie die "Chinamorcheln" mitten im Winter und in rauen Mengen entdeckt hat.

Mehr...

 

 


 

Im Archiv seit 02.03.2008:

 

 

D i e t z e n b a c h u n d P i l z e

- das hat seit Jahren Tradition und einen guten Grund. Die Kreisstadt liegt mitten im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Region. Dazu trägt auch das Praktische Pilzseminar bei, das regelmäßig von der Volkshochschule angeboten wird. Es findet nicht etwa in einer Schule statt, sondern da, wo Pilze wachsen - im Wald. Bei mindestens fünf Exkursionen lernen die Teilnehmer die wichtigsten Speise- und Giftpilze an ihren natürlichen Wuchsorten kennen und erfahren Wissenswertes zum Thema. Interessenten melden sich bitte direkt bei der vhs Dietzenbach an: Tel. 06074 - 81 22 66

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Pilzfreunden wird von der Stadt Dietzenbach ein unvergleichlicher Service geboten. Mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern macht das Verkehrsamt auf besonders interessante Pilzvorkommen aufmerksam. Der weiße Pfeil auf blauem Grund zeigt exakt auf die Stelle, wo 2002 der seltene Büschelige Egerlingsschirmling Leucoagaricus americanus gefunden worden ist, möglicherweise zum ersten Mal in Hessen. Mehr darüber im Fundkorb.

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Wozu in den Wald gehen? Die schönsten Pilze findet man oft mitten in seiner Heimatstadt. Das hat uns schon Leon Dries-Wegener mit seiner Eichenglucke bewiesen, und nun diese knackig schönen Espenrotkappen im Industriegebiet von Dietzenbach - Steinberg! Mindestens 40 Exemplare wuchsen auf einem verwilderten Landstreifen zwischen einer Fabrikationshalle und dem Grenzzaun zum Nachbargrundstück. Für alle, die sich mit der Frage beschäftigen, ob Leccinum aurantiacum mit der Eichenrotkappe identisch ist oder nicht: hier wuchsen nur junge Zitterpappeln, keine Eiche weit und breit - auch nicht die kleinste.

(Foto: Dieter Gewalt am 20.10.2007; MTB 5918.4.2)


 

Im Archiv seit 02.03.2008:

 

W a s w ä c h s t z u r Z e i t ?

Zum Beispiel der Erlenkätzchen-Stromabecherling Ciboria amentacea. Um die Winzlinge zu finden, muss man gezielt auf die Suche gehen. Auf dem feuchten Grund eines Erlenbruchs bestehen zur Zeit beste Chancen auf Erfolg. Die gestielten Becherchen erscheinen in der Regel nach der ersten Schneeschmelze. In diesem Jahr war da nicht viel zum Schmelzen, aber die ersten Fundmeldungen liegen vor. Wie die Pilzchen aussehen, zeigt das brillante Foto von Thomas Lehr. Mehr in der Rubrik Fundkorb.

 

 


 

Im Archiv seit 02.03.2008:

 

 

Pilze im Winter können ausgesprochen reizvolle Motive sein, wie der Scharlachrote Kelchbecherling Sarcoscypha coccinea zeigt. Die seltene Art wurde von Thomas Lehr am 24.02.2005 im Flörsheimer Kalksteinbruch gefunden und fotografiert.

 

 

Zur Zeit liegt zwar kein Schnee in unseren Breiten, aber typische Winterpilze wie der Austernseitling Pleurotus ostreatus lassen sich dennoch finden, wie Norbert Kühnbergers Foto vom 13.01.2008 eindrucksvoll belegt. Die Pilze wuchsen mitten in Frankfurt (Gießener Straße, MTB 5818.3.1) an einem Baumstumpf, vermutlich Silberahorn.

(So schön die obigen Fotos auch sein mögen - aus Aktualitätsgründen werden sie in Kürze von der Startseite verschwinden. Aber nicht in der Versenkung, sondern im Fotoalbum, Staffel 3: Winterpilze)

 


Im Archiv seit 21.02.2008:

 

 

 

G r ü ß e a u s T h a i l a n d

Am Stamm einer Bananenstaude wuchs dieser schwindlingsähnliche Pilz. Mit einem Namen kann ich leider nicht dienen. Während es in Deutschland fast mehr Pilzbücher als Pilze gibt, mangelt es in Thailand an entsprechender Literatur. Bei einer von Termiten kultivierten Art konnte dagegen der korrekte Name ermittelt werden: Termitomyces striatus. Nicht nur Termiten finden ihn schmackhaft. "Aroy aroy!" sagen auch die Thais: lecker, lecker. Auch den Reisstrohpilz zu benennen, war kein Problem. Er wird überall im Lande auf freiem Feld gezüchtet und ist preiswert auf den Märkten zu haben. Mehr dazu (wie auch über einen Vogel, der am liebsten zu Fuß geht + Orchideen aus unserem Garten) in der Rubrik FundGroup. -- Tui und Dieter Gewalt grüßen alle Pilzfreunde in Deutschland. Im Archiv seit 21.02.2008