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Aktueller Fundkorbpilz:
20.06.2026: Unser gestriger aktueller Fundkorbpilz, der Orangerote Heftelnabeling, hat eine Art Zwillingsbruder, den Blaustieligen Heftelnabeling Rickenella swartzii. Form und Größe der beiden sind völlig identisch, sie unterscheiden sich aber deutlich in der Farbe. Nicht nur der Stiel des Blaustieligen ist blau, blau kommt auch auf dem Hut vor, besonders im Zentrum. Außerdem ist er wesentlich seltener als der Orangerote, kommt aber gern mit diesem zusammen am gleichen Substrat vor. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
19.06.2026: Auf einen recht großen folgt nun ein zierlich kleiner aktueller Fundkorbpilz, der Orangerote Heftelnabeling Rickenella fibula. Manche meinen, es sei eine Art, in die man sich verlieben könnte. Dazu tragen neben der attraktiven Farbe auch die in einem eleganten Bogen am Stiel herablaufenden Lamellen bei. Wenn man die Augen offen hält, kann man ihn vom Frühsommer bis in den Spätherbst zwischen Moosen finden, egal, ob sich diese in Rasenflächen oder auf Totholz befinden. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
18.06.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Kiefernbraunporling Phaeolus schweinitzii. Hermann Jahn hat ihn einmal so charakterisiert: „Forstpathologen ist er als übler Stammfäuleerreger bekannt, der vor allem die Kiefer angreift, aber auch Fichte, Douglasie, Tanne und Lärche…“ Es handelt sich um eine einjährige unregelmäßig kreiselförmige Art von dunkelbrauner Farbe, deren Zuwachszonen lebhaft gelb oder grüngelblich gefärbt sind. In der Rhein-Main-Ebene ist sie in fast jedem Kiefernbestand zu finden. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
17.06.2026: Mit Faserlingen, auch Mürblinge oder Zärtlinge genannt, befassen sich nur wenige Pilzsammler und widmen daher auch unserem aktuellen Fundkorbpilz wenig Beachtung. Der Grauweiße Faserling Psathyrella marcescibilis ist sogar ein recht hübsches und auffallend langstieliges Kerlchen. Er gilt nicht als Speisepilz, wird aber gelegentlich mit dem essbaren Behangenen Faserling Psathyrella candolleana verwechselt und ohne Schaden oder Geschmacksbeeinträchtigung verzehrt. Ein Giftstoff ist bisher nicht nachgewiesen. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
16.06.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist - wie es sich für die Jahreszeit gehört - der Pfifferling Cantharellus cibarius. Unseren Fund kann man jedoch bestenfalls als sehr kleine Babies bezeichnen, die auch schon am Vertrocknen waren. Für die Rhein-Main-Ebene sagen die Prognosen zwei Wochen absolute Trockenheit voraus. Unsere Wälder werden es zu spüren bekommen. Die Pilze auch. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
15.06.2026: Auf den ersten Blick könnte man unseren aktuellen Fundkorbpilz für einen Frauentäubling halten. Da seine Lamellen aber beim Darüberstreichen blättern, ist es „nur“ der Papageitäubling Russula ionochlora. Auch er ist ein guter Speisepilz, den ich wegen seines etwas festeren Fleisches mehr schätze als die gewöhnlichen Rotfußröhrlinge. Innerhalb der Täublinge bestehen Verwechslungsmöglichkeiten mit ebenfalls essbaren Arten, z. B. mit Reiftäublingen. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
14.06.2026: Inzwischen hat sich auch der Tintenfischpilz Clathrus archeri blicken lassen. Unser aktueller Fundkorbpilz ist uns um das Jahr 1914 aus Neuseeland zugewandert und längst auch in unseren Wäldern vor allem entlang der Wege allgegenwärtig. Auffallend ist er insbesondere im Hexeneistadium. Stinken tut er erst, wenn die schwarzfleckigen roten Arme aus dem Ei geschlüpft sind, weshalb er von manchen auch „Stinkfisch“ genannt wird. Dann lockt der Gestank Pilzfliegen an, die für die Verbreitung der Sporen sorgen. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025
Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >
Interessante Pilze im Fundkorb:
Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen
Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >
Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf
Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling
Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >
Pilzquiz
Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb
Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.
Interessante Pilze im Fundkorb:
Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling
Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
Mycena amicta – Geschmückter Helmling
Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >
Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling
Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >
Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.
Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…
Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden
Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.