Peziza varia

Riesenbecherling

(Hedw.) Alb. & Schwein. 1805
Familie: Pezizaceae
© Dieter Gewalt
varia = veränderlich

Der Riesenbecherling muss nicht unbedingt riesig sein, aber stets Kontakt zu morschem oder faulendem Holz haben, das auch im Erdreich vergraben sein kann. Er ist lehm- oder ockerbräunlich gefärbt, die Außenseite stets heller und fein kleiig. Der wellige Becherrand ist meist gekerbt. Wenn mehrere Fruchtkörper eng beieinander wachsen, deformieren sie sich gegenseitig. Sie können mehr oder weniger deutlich gestielt oder ungestielt sein.

Ein gutes Unterscheidungsmerkmal soll die aus mehreren Schichten bestehende Trama sein. Dazu schneidet man den Fruchtkörper an und betrachtet die dünne Schnittfläche mit der Lupe. Ist eine der Schichten als dunkle Linie zu erkennen, spricht dies für den Riesenbecherling Peziza varia. Mikroskopische Merkmale sind glatte elliptische Sporen mit den Maßen 14 - 16 x 8 - 10 µm und mehrfach kettenartig eingeschnürte Paraphysen.

Verwechselt werden könnte der Riesenbecherling mit dem Buchenwaldbecherling Peziza arvernensis, der keine eingeschnürten Paraphysen und fein rau punktierte Sporen besitzt sowie in der Laubstreu auf Erde wächst oder mit dem Blasigen Becherling Peziza vesiculosa, der auf Misthaufen, gedüngten Böden oder auf Pferdemist wächst. Ähnliche Fruchtkörper haben auch Peziza cerea und Peziza repanda.

Weiterführende Literatur:

  • Breitenbach & Kränzling: Pilze der Schweiz Band 1 Nr. 53
  • R. W. G. Dennis: British Ascomycetes S. 23
Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 19. September 2023