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Xerocomus pruinatus (Fr.) Quél.

Herbstrotfuß

(im Verbreitungsatlas nicht aufgeführt!) - 14.10.2001 MTB 5816.2.1 Naturfreundehaus Billtalhöhe bei Königstein/Ts., unter Fichten - Exs. und Foto Th. Lehr


 

Der Herbstrotfuß gehört zu denjenigen Pilzen, die ziemlich häufig sind und in einer ganzen Vielzahl von Biotopen vorkommen. Trotzdem ist der Herbstrotfuß "selten", dürfte es doch viele Pilzfreunde geben, die die Art noch nie bewusst gesehen haben. Obwohl dieser Filzröhrling schon im 19. Jahrhundert beschrieben wurde, galt er lange als bloße Form des Rotfußröhrlings (X. chrysenteron) und mit diesem wird er auch heute noch oft verwechselt und daher als eigene Art übersehen. Zugegebenermaßen lassen sich untypische Formen makroskopisch kaum, und auch mikroskopisch nur sehr schwierig vom normalen Rotfüßchen unterscheiden. Bei typischen Fruchtkörpern fällt das hingegen recht leicht. Man achte auf den insgesamt stämmigen Habitus, die im Verhältnis zum normalen Rotfuß ziemlich leuchtend gelben Poren und den oft lange gelb bleibenden Stiel. Entscheidend ist aber Farbe und Struktur der Hutoberfäche: verschiedene Brauntöne sind möglich, charakteristisch ist die weinrötliche Färbung am Rand oder am ganzen Hut (oft an den Kiefernsteinpilz erinnernd), daneben die unregelmäßige, höckrig-runzelige Oberfläche, die bei dem hier abgebildeten Fund sehr schön zu erkennen war. Wenn die Sporen unter dem Mikroskop noch eine ganz feine Längsrippung erahnen lassen, kann man sich seines Herbstrotfußes sicher sein. (Thomas Lehr)