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Volvariella bombycina (Schaeff.:Fr.) Sing.

Wolliger Scheidling

V=12 (RM=7) - 02.08.2003 MTB 5817.4.4 Frankfurt Messegelände - leg. R. Kreher, Dia D. Gewalt


 

 

Der Wollige Scheidling scheint lt. Verbreitungsatlas recht gut im RM-Gebiet verbreitet zu sein, aber dieser Eindruck täuscht. Die meisten Pilzfreunde berichten, ihn oft jahrelang nicht gesehen zu haben. So ist es auch für mich immer wieder eine Freude, diesem prächtigen Pilz zu begegnen. Als ganz besonderes Ereignis empfand ich sein Erscheinen mitten in der Stadt Frankfurt auf dem Messegelände. Auch die Wahl seines Wirtsbaums kann hier als ungewöhnlich bezeichnet werden. Er wuchs in Augenhöhe am Stamm einer Platane. Dieser Baum gilt als besonders resistent gegen Pilzbefall; allenfalls ist mal ein Zottiger Schillerporling auf seiner Rinde zu entdecken, was auch an den Platanen auf dem Messegelände der Fall gewesen ist.

Den Fund verdanke ich unserem aufmerksamen Pilzfreund René Kreher, der ihn in unmittelbarer Nähe seines damaligen Arbeitsplatzes entdeckt und mich sogleich informiert hat, um Fotos zu machen. (Dieter Gewalt)

+ Am 21.08.2005 brachte mir Tui ein Exemplar aus dem Steinberger Wald (MTB 5918.1.4). Zwei Gruppen mit insgesamt 6 Fk waren dort an einem liegenden Buchenstamm erschienen.

+ 25.08.2001 MTB 5917.3.4 Taubenlachschneise bei Mörfelden-Walldorf: es wurde nur ein Fk (ca. 15 cm Hutdurchmesser) in einer Aushöhlung im Wurzelbereich einer Buche gefunden. Er roch nach frisch gepulten grünen Erbsen und war an seiner seidig-filzigen Hutoberfläche und der lappigen, den Stiel bis zur Mitte umgebenden Scheide unverwechselbar. Im MTB 5917 ist bislang noch kein Fund publiziert worden. (Hermine Lotz-Winter)

+ 07.07.1996 MTB 5918.4.1 UG Silchen bei Dietzenbach. Ein reifes Exemplar sowie zwei junge, noch fast völlig vom Velum umschlossene Fk an einer lebenden Buche in ca. 4,5 m Höhe. Um die aus einer astlochartigen Stamm-Verletzung wachsenden Pilze sicher zu bestimmen, mussten Teile von ihnen mit einem langen Ast "heruntergeholt" werden. Dabei zeigte sich, dass der Hutfilz strohgelb gefärbt war, wir also die var. flaviceps in der Hand hielten. (Tui und Dieter Gewalt)