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Polyporus mori Poll.:Fr.

Waben-Porling

Syn.: P. alveolaris - V=2 (RM=1) - 10.07.2004 MTB 6017.4.3 Teufelshölle bei Weiterstadt - Dia D. Gewalt


 

 

An seinen wie Bienenwaben geformten, bis 5 mm großen, ganzrandigen Poren, die oft über die gesamte Stiellänge herablaufen, ist dieser schöne Stielporling meist auf den ersten Blick zu erkennen. Er besiedelt ausschließlich totes Laubholz und ist in Mitteleuropa ganz überwiegend an Esche zu finden. Die hier vorgestellte Aufsammlung anlässlich einer Kartierungstour fällt da etwas aus dem Rahmen. Die relativ kleinen Fk wuchsen an einem Buchenast.

Polyporus mori ist eine wärmeliebende Art mit südlich orientierter Verbreitung. Nördlich der Mainlinie (ca. 50. Breitengrad) befinden sich im Verbreitungsatlas nur drei Fundpunkte. In Hessen ist die Art im MTB 6118 gemeldet (von wem?) sowie im südlichen Odenwald.

(März 2009, Dieter Gewalt)

 

 

+ 27.07.2010 MTB 5917.4.4 Buchschlag (UG Dreieichbahn) an zwei Buchenästen (Dieter Gewalt)

+ 21.06.2012 MTB6118.4.3 bei Oberramstadt, an Buchenast (Michael Hornung)

 

 

+ 01.07.2012 MTB 6018.3.3 im UG Dianaburg bei Darmstadt-Arheilgen während einer FundGroup-Wanderung: 3 Fk an einem Buchenzweig. (Eks. D. Gewalt)

Die Synonymie-Liste zu unserem Pilz zeigt, dass sich frühere Mykologen (1815 - 1916) sehr uneinig darüber waren, in welche Gattung er zu stellen sei. Durchaus verständlich, da man damals weit weniger vernetzt war als heutzutage. Unter den verschiedensten Epitheta ist er zu Boletus, Cantharellus, Daedalea, Favolus, Hexagonia und Merulius gestellt worden, obwohl die Gattung Polyporus schon seit 1763 besteht. Neue DNA-Forschungen zeigen, dass Polyporus mori und P. alveolaris identisch sind. Die meisten heutigen Autoren (Index fungorum, Krieglsteiner 2000) geben P. alveolaris den Vorrang, bei Gerhardt (2011) ist alveolaris Synonym von mori.

(Juli 2012, Dieter Gewalt, Foto Vlaclav Masek)