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Pluteus ephebeus (Fr.:Fr.) Gillet

Flaumiger Dachpilz

V=2 (RM=1) - 27.09.2005 MTB 5816.4.3 mit Mist untermischte Mulchfläche in Lorsbach; 15.09.2003 MTB 5916.2.1 Wegesrand mit Laubholzresten zw. Hofheim und Lorsbach - Exs. u. Foto Th. Lehr


 

Die Bestimmung von Dachpilzen ist in vielen Fällen schwierig und nur nach eingehender mikroskopischer Untersuchung möglich. Das gilt auch für den Flaumigen Dachpilz, der, was Größe und und Beschaffenheit der Hutoberfläche angeht, ziemlich variabel sein kann. Bei jungen Exemplaren ist die Huthaut immerhin meist flaumig bis flockig, alt reißt sie typischerweise fein schuppig auf, so dass das weiße Hutfleisch zu erkennen ist. Ein weiteres, recht gutes Merkmal scheint mir noch der deutlich schwarzflockige Stiel zu sein. Aber selbst bei scheinbar typischen Kollektionen kommt man nicht um eine mikroskopische Überprüfung herum, die nicht immer zu einem wirklich überzeugenden Ergebnis führen muss. Wichtig ist hier die Struktur der Hutdeckschicht, die aus langgestreckten, liegenden Zellen aufgebaut sein muss. Gerade im Bereich der Hutmitte, bei älteren Fruchtkörpern oder bei zu stark gequetschten Schnitten kommt es aber immer wieder dazu, dass diese liegenden Hyphen zerreißen und sich nach oben falten, so dass man meint, eine ganz anders aufgebaute Huthaut vor sich zu haben. Bei sorgfältigem Mikroskopieren sollte einem dann aber - zusammen mit den nicht hakenförmig erweiterten Zystiden - doch eine Bestimmung gelingen. (Thomas Lehr)