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Leucocoprinus cepistipes (Sowerby) Pat. 1889

Zwiebelfüßiger Faltenschirmling


 V = 0  -  25.06.2016  MTB 5818.3.3  Frankfurt am Main, Idsteiner Straße  -  leg.: Kanya Götsch - det. Hermine Lotz-Winter -  Eks.: Hermine Lotz-Winter  -  Foto: Börries Götsch  /  Mikrofoto: Hermine Lotz-Winter


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Im Juni 2016 informierte mich meine Tochter Kanya Götsch, dass in einem vor dem Haus stehenden Pflanzentopf mit Bambus ein hübscher Pilz wächst. Er wurde von ihrem Ehemann Börries Götsch fotografiert und es wurden Eksikkate für eine spätere Untersuchung sichergestellt.

Da der Pilz für eine Lepiota (Gattung: Schirmlinge) gehalten wurde, blieb er lange unbestimmt. Als Hermine Lotz-Winter später einem Hinweis von Dieter Gewalt nachging, es könnte sich um Leucocoprinus cepistipes handeln, wurde dies zweifelsfrei bestätigt. Damit hatte der ungeklärte Fund einen Namen erhalten.

Die Bestimmung erfolgte nach dem Schlüssel und der Artbeschreibung aus der "Flora Agaricina Neerlandica" (C. Bas, Th.W. Kuyper, M.E. Noordeloos) und konnte auch mit dem Schlüssel in "Die Großpilze Baden-Württembergs" problemlos nachvollzogen werden. Wichtiges mikroskopisches Merkmal waren die spindeligen, unregelmäßig zylindrischen Cheilozystiden mit apikalem Fortsatz, makroskopisch die farblich wenig kontrastierenden Hutschuppen, die erst beim Altern creme- oder bräunliche Farben annehmen, sowie der hellbraune abgeflachte Buckel in der Hutmitte. Die Hüte erreichen ausgebreitet Durchmesser von 2 bis 6 Zentimeter.

Der Zwiebelfüßige Faltenschirmling ist eine weltweit verbreitete aber wohl nur in den Tropen häufigere Art. In Deutschland ist er sporadisch in Gewächshäusern und Blumentöpfen und nur wenige Male im Freiland gefunden worden.  (Dieter Gewalt, Juli 2018)

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