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Hemimycena ignobilis Josserand ex Bon

ein deutscher Name ist uns z.Zt. für diese Art nicht bekannt; ignobilis = unbekannt - V=0 - 10.5.2005, sandiger Seitenweg in Streuobst-Wiese, westlich Vitrolles-Ring, Höhe Umspann-Werk zwischen Walldorf und Mörfelden, MTB 6017.1.2 - Exs. und Belegfoto H. Lotz


 

Auf nackter Erde eines sandigen Wegs fanden sich mehr als 25 winzige weiße Pilze, die für ihre geringe Größe erstaunlich robust waren. Die Hütchen waren jung leicht konvex, bei älteren FK etwas schalenförmig, von reinweiß bis ganz leicht ockerlich, Durchmesser 0,5 bis 0,8 mm, dabei ziemlich stabil: ein ganzes Hütchen unter dem Deckglas zu zerdrücken, war nicht möglich. Die Huthaut bestand aus langgestreckten, glattwandigen, ziemlich dickwandigen Hyphen. Die Lamellen waren leicht herablaufend, dicklich und etwas anastomosierend. Die Stiele 0,4 – 0,8 cm/2 mm, rundlich, glatt, aber nicht fadenförmig. Die Sporen waren glatt, hyalin, nicht amyloid, ellipsoid (9 – 11/3 – 5,5 µm). Die Pilze waren sehr hygrophan.


In den Jahren 2006 und 2007 fruktifizierten die Pilzchen erneut und reichlich jeweils im Juni bzw. September nach starken Regenfällen.

Zum Bestimmungsweg: Entoloma percandidum Noordel. (Glasiger Zärtling, früher Rhodophyllus omphaliformis Romagn.) schied wegen der Sporenform aus, Delicatula wegen des dicklicheren Habitus der vorliegenden Pilzchen sowie der nicht amyloiden Sporen und der ausgeprägteren Lamellen, der Weg führte mittels des Bresinsky-Schlüssels zur Gattung Hemimycena. Im Moser gelangt man über FK-Größe, fehlende Behaarung und Stielform zu H. ignobilis. Die Stellung bei Hemimycena ist lt. Moser unsicher, der Pilz gehört evt. zu Gerronema, was vom Habitus her verständlich wäre. (Hermine Lotz-Winter)