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Geopora sumneriana (Cooke) De la Torre

Zedern-Sandborstling

RL=R V=0 - 18.02.2004, 09.04.2005 und öfter im MTB 5916.2.1.1 Waldfriedhof Hofheim; 05.04.2000 MTB 5916.2.1.3 Garten in Hofheim Marxheim; 10.04.2004 MTB 5916.2.2.1 Garten in Kriftel - Exs. und Foto Th. Lehr


 

Der Zedern-Sandborstling ist ein relativ gut kenntlicher Frühjahrs-Ascomycet. Er wächst - wie sein deutscher Name schon sagt - praktisch ausschließlich zusammen mit Zedern (ich habe ihn schon sowohl bei Himalaya- als auch bei Atlaszeder gefunden), und zwar zwischen Ende Februar und Mitte Mai. Aufgrund des speziellen Baumpartners ist die Art bei uns auf vom Menschen geschaffene Lebensräume beschränkt. Es ist also ziemlich sinnlos, im Wald nach den bis 8 cm breiten, sternförmig aufreißenden Bechern zu suchen. Man muss vielmehr in Parks, Friedhöfen oder Gärten gezielt nach Zedern Ausschau halten. Stößt man dort auf zunächst unterirdisch wachsende Kugeln oder Becher mit brauner, borstiger Außenseite (Name!) und cremefarbener Innenseite, kann man sich der Bestimmung als Geopora sumneriana eigentlich so gut wie sicher sein.

Vor nicht allzu langer Zeit galt die Art als sehr selten. Im Verbreitungsatlas sind für ganz Deutschland nur einige wenige Fundpunkte aufgeführt. Offenbar hat sich der Zedern-Sandborstling in den letzten Jahren aber stark ausgebreitet (oder man hat ihn gezielter gesucht?), so dass er mittlerweile mancherorts sogar häufig ist. Helgo Bran aus Freiburg etwa hat mitgeteilt, dass er zusammen mit Helfern "von April 1999 bis April 2001 allein zwischen Weil am Rhein und Linkenheim bei Karlsruhe unter mehr als 100 Zedern in Privatgärten, Parks und auf Friedhöfen diesen wenig auffälligen und bisher wenig bekannten Frühjahrspilz" gefunden hat. Auch bei uns im Rhein-Main-Gebiet dürfte man gute Chancen haben, ihn überall zu finden, wo Zedern angepflanzt wurden. (Thomas Lehr)