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Cortinarius (Tel.) impennis Fr.

Weißviolett-gestielter Gürtelfuß

V=0 - 30.09.2001 Ansfeld-Wald bei Nieder-Roden, bei Kiefern - leg. und Foto D. Gewalt, det. R. Kärcher, Exs. Nr. 01.10.14 im Herbar Senckenberg, Ffm (FR)


 

Kurzbeschreibung: Hut 5 (6) cm breit, auf hellockerfarbenem bis grauockerbraunem Grund anfangs gänzlich von einem feinen weißfaserigen Filz überzogen. Stiel im Verhältnis zum Hut meist kurz, anfangs basal verdickt, kurz strunkartig verlängert und durch einen weißlich abgesetzten Velumsaum gestiefelt, darüber schwach violettlich. Lamellen jung hell tongrau, mit helleren, stark erodierten Schneiden, die sich auffallend im Alter schaufelradförmig umlegen (häufig zu beobachten, aber nicht immer konstant).

 

Dieser Gürtelfuß steht dem Wohlriechenden G. sehr nahe und wird in Fachkreisen wegen seines schmächtigeren Wuchses als kleiner Cortinarius torvus Fr. bezeichnet. C. impennis unterscheidet sich von diesem durch fehlenden auffallenden Geruch, Standort im Nadelwald und vor allem durch die kleinen, 7-8 X 5-6 µm messenden Sporen, die bei keinem anderen dickstieligen, saumartig gestiefelten Gürtelfuß zu finden sind. In der Roten Liste der Pflanzen und Tierarten Hessens (2000) gilt C. impennis als übersehene Art, die erst seit kurzem untersucht wird, weil sie bisher taxonomisch schlecht abgrenzbar war. Deshalb gibt es m. E. keine Referenzabbildungen. Auch die Tafel in Pilze der Schweiz (Breitenbach/Kränzlin Bd. 5 Nr. 336) dürfte nicht hierher gehören, da Hutfarbe zu dunkelrotbraun. (Dez. 2007, Reinhold Kärcher)

Die seltene Art wächst seit dem ersten Auffinden standorttreu an ihrem Wuchsort beiderseits des Pfades, der im Ansfeld-Wald den Roteicheneichenforst vom Kiefernwald trennt, zuletzt am 09.09.2007 beobachtet. (Dieter Gewalt)