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Agaricus moelleri Wasser

Perlhuhn-Champignon

(= Agaricus praeclaresquamosus) - V=2 (RM=2) - 17.10.2006 MTB 5817.1.3 Niedwald (Frankfurt) bei Laubbäumen - leg./det. Exs. u. Foto Th. Lehr


 

Auch Pilze können Spitznamen haben. "Säufernase" ist so einer und unter Pilzfreunden fast besser bekannt als der richtige Name Zitronenblättriger Täubling. Der Spitzname für den Perlhuhn-Champignon ist dagegen nur wenigen Kennern eines Frankfurter Biotops bekannt. Als der seltene Giftpilz dort zum ersten Mal gefunden wurde und gleich in rauen Mengen, war bald nur noch von den "Niedwaldhühnern" die Rede. Die Art gehört zu den Karbolegerlingen (Xanthodermei), die Magen- und Darmverstimmungen verursachen können. Sie sind an der chromgelben Verfärbung der angeschnittenen oder geriebenen Stielbasis und dem unangenehmen Tintengeruch von essbaren Champignons unterschieden. Vereinfacht kann man sagen, dass die weißen Vertreter dieser Gruppe in Parks, Gärten und auf Wiesen wachsen, die mit schuppigem Hut dagegen im Wald. Hier wäre auf die Verwechslungsmöglichkeit mit dem noch selteneren Rebhuhn-Champignon zu achten. Dessen Hutschüppchen sind braun gefärbt (nicht grau bis schwärzlich wie beim Perlhuhn-Champignon) und der Stielring ist an der Unterseite braun gerandet.

Eine eher grobschollig aufreißende Huthaut hat der Schirmlingsähnliche Karbolchampignon Agaricus xanthoderma var. lepiotoides. (Nov. 2007, Dieter Gewalt)