Ihre Pilzadresse, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet


Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird es bis auf weiteres keine pilzkundlichen Führungen geben.

Wenn auf der Rasenfläche bei der Evangelischen Markusgemeinde in Offenbach Pilze wachsen, bleibt es Daniela Toller nicht lange verborgen. Jetzt hat sie den Kegeligen Saftling entdeckt und der ist es wert, aktueller Fundkorbpilz zu sein. Nicht zuletzt, weil er dort nahezu massenhaft erschienen ist. Fast alle Saftlingsarten sind in ihrem Bestand gefährdet, weil ihre Biotope zerstört werden. Manche flüchten in die Mitte von Großstädten, weil ihnen intensiv betriebene Landwirtschaft dorthin nicht folgen kann.

Mehr lesen >


15.06.2021: Aktueller Fundkorbpilz ist einer, den jeder kennt und den man riecht, bevor man ihn sieht. Die Stinkmorchel hat ihren wissenschftlichen Namen Phallus impundicus 1753 vom berühmten schwedischen Naturforscher Carl von Linné erhalten, der sich dabei von der Form des ausgewachsenen Fruchtkörpers hat inspirieren lassen. Der Pilz entwickelt sich aus einem weißen schwabbeligen Hexenei, das noch nicht stinkt und sogar roh essbar ist, zumindest die weißen Teile im Inneren, aus denen dann der Stiel entsteht. Auffallend ist, dass sein erstes Erscheinen als Anzeichen für den Beginn allgemeinen Pilzwachstums gewertet werden kann. In diesem Jahr und im Rhein-Main-Gebiet dürfte das ausnahmsweise nicht zutreffen. Wir stehen gerade am Anfang einer staubtrockenen Hitzewelle, die weder den Pilzen noch dem Wald gut tun wird.

Mehr lesen >


“Zum Verlieben süß”, mit diesen Worten hat sich mal eine Teilnehmerin bei einer pilzkundlichen Führung für unseren aktuellen Fundkorbpilz begeistert. Das fanden auch die übrigen und fügten hinzu: “Man muss ihn nur vom Boden aufnehmen und aus der Nähe betrachten”. Gelegenheiten dazu gibt es reichlich, denn der Orangerote Heftelnabeling Rickenella fibula wächst überall, wo es Moos gibt, egal ob auf Rasenflächen oder auf Holz. Was ihn so attraktiv macht, ist seine hübsche Farbe und die Lamellen, die in einem elegant geschwungenem Bogen an den Stielen herablaufen. Die genabelten Hütchen werden kaum breiter als 1 cm.


13.06.2021: Neben Pfifferlingen finden wir in unserem Roteichenforst gerade auch massenhaft winzige kleine Becherpilzchen und eines davon ist unser heutiger Fundkorbpilz. Er heißt Arachnopeziza aurelia (Goldgelbes Spinnwebbecherchen) und wächst ganzjährig an morschem, feucht liegendem Laubholz, an der Unterseite verrottender Blätter, gern auch auf Cupulen verschiedener Eichenarten. Die Betonung liegt auf: feucht muss es sein! Sobald es trockener wird, vertrocknen auch die kleinen gelblichen Becherchen und verschwinden ganz. Laut Literatur sollen sie selten sein, was ich nicht so sehe.


Liste aller Aktuellen Fundkorbpilze 2021


Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…


Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird.


Pilzquiz


Dietzenbach und Pilze

– das hat seit Jahren Tradition und dafür gibt es gute Gründe. Die Kreisstadt liegt mitten im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Region und die Volkshochschule Dietzenbach bietet seit 20 Jahren regelmäßig Praktische Pilzseminare an. Die finden nicht etwa in einer Schule statt, sondern da, wo Pilze wachsen – im Wald. Bei fünf Exkursionen lernen die Teilnehmer die wichtigsten Speise- und Giftpilze an ihren natürlichen Wuchsorten kennen und erfahren Wissenswertes zum Thema. Das nächste Seminar wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2021 angeboten.


Ob sich die Biene von der Grubenlorchel Nektar erhofft? (Foto: Gerd Wartha)

Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden

Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.