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Fundliste 26.07.2009 MTB 5919.3.4

FundGroup-Wanderung an der Gänsbrüh bei Dudenhofen

  

von links: 1. Fomitopsis pinicola = Rotrandiger Baumschwamm mit Guttationstropfen (Foto: D. Gewalt)  2. Crucibulum laeve = Tiegelteuerling (Foto: Thomas Lehr)  3. Schönster Fund des Tages: Phyllotopsis nidulans = Orangeseitling an verkohltem Nadelholz (Foto: D. Gewalt)

Die Gänsbrüh ist ein beliebtes Freizeit- und Naherholungsgebiet, das auch von Pilzfreunden geschätzt wird. Es ist im Wesentlichen von zwei sehr verschiedenartigen Biotopen geprägt. Rund um den Teich finden wir ein großes parkähnliches Gelände mit kurz gehaltenem Rasen, diversen Laubbäumen (darunter auch Esskastanien) und einigen Brandstellen. Der umgebende Nadelwald besteht hauptsächlich aus Kiefern und Fichten mit eingestreuten Laubgehölzen. Bei zahlreichen Begehungen in den Jahren 1998 bis 2009 konnten ca. 300 Pilzarten festgestellt werden. Interessantes zu diesem Exkursionsgebiet im Artikel: Von der Gänsbrüh zum Pilz des Jahres.

Offensichtlich geht die Pilzsaison jetzt richtig los. Die heutige Fundliste enthält ca. 60 Arten, darunter Röhrlinge, Wulstlinge, Täublinge und Milchlinge. High Light des Tages waren die Orangeseitlinge, die wir an verkohltem Nadelholz fanden (siehe Foto oben).

     F u n d l i s t e :

  1. Agrocybe pediades - Halbkugeliger Ackerling (auf der Rasenfläche)
  2. Amanita excelsa - Grauer Wulstling (gilt als essbar, aber kaum schmackhaft)
  3. Amanita fulva - Rotbrauner Scheidenstreifling (mit Abstand häufigster Scheidenstreiflng; essbar aber nicht jerdermann zusagend; siehe auch Fotoalbum: 20 Pilze von A bis X)
  4. Amanita rubescens - Perlpilz(guter, leider meist madiger Speisepilz; nur von Pilzfreunden zu sammeln, die ihn sicher von seinen Doppelgängern, v. a. Grauer Wulstling und Pantherpilz, unterscheiden können.)
  5. Auriscalpium vulgare - Ohrlöffelstacheling(wächst nur auf Kiefernzapfen, fehlt in keinem Kiefernbestand)
  6. Bolbitius vitellinus - Goldmistpilz (auf der Rasenfläche)
  7. Boletus aestivalis - Sommersteinpilz(im Nadelwald, aber an den Fundstellen waren auch ca. 2-jährige Jungeichen)
  8. Boletus erythropus - Flockenstieliger Hexenröhrling(bei Fichten)
  9. Bovista plumbea - Bleigrauer Bovist (auf Rasen)
  10. Calocera viscosa - Klebriger Hörnling (auf morschem Kiefernholz)
  11. Cantharellus cibarius - Pfifferling(im moosreichen Nadelwald)
  12. Cantharellus friesii - Samtiger Pfifferling(bei Fichten)
  13. Chalciporus piperatus - Pfeffer-Röhrling (bei Kiefern)
  14. Clathrus archeri - Tintenfischpilz (im Hexeneistadium)
  15. Clavulina coralloides - Kammkoralle (auf Holzresten im Rasen)
  16. Clitocybe dealbata (Syn.: C. rivulosa) - Rinnigbereifter Trichterling(auch Feld-Trichterling genannt; auf Rasen; stark giftig - enthält Muscarin)
  17. Crucibulum laeve - Tiegelteurling (an Laubholzästchen; mehr über Teuerlinge in einem ausführlichen Artikel mit Bestimmungsschlüssel: Vogelnestpilze)
  18. Cystolepiota seminuda (Syn.: C. sistrata) - Weißer Mehlschirmling (ruderaler Standort)
  19. Diatrypella favacea - Birken-Eckenscheibchen
  20. Diatrypella quercina - Eichen-Eckenscheibchen
  21. Fomes fomentarius - Zunderschwamm (an Birke)
  22. Fomitopsis pinicola - Rotrandiger Baumschwamm (an Fichte + Kiefer; z. T. junge Fk mit schönen wasserklaren Guttationtropfen; mehr darüber im Fotoalbum: Pilze an Holz)
  23. Ganoderma adspersum - Wulstiger Lackporling(am tammgrund einer Hainbuche direkt am Teichufer)
  24. Gloeophyllum sepiarium - Zaunblättling (an totem Kiefernholz)
  25. Gymnopus confluens - Knopfstieliger Rübling(wohl der häufigst Pilz bei dieser Wanderung; stets büschelig wachsend; sicheres Knnzeichen: beim Abtrennen des Hutes bleibt eine knopfartige Verdickung an der Stielspitze zurück)
  26. Gymnopus peronatus - Brennender Rübling(in Laub- und Nadelstreu; Geschmack brennend scharf)
  27. Helvella macropus - Grauer Langfüßler(zwischen Laub auf nackter Erde)
  28. Lacrymaria lacrymabunda - Tränender Saumpilz (auf der Rasenfläche)
  29. Lactarius blennius - Graugrüner Milchling (bei Rotbuche; Milch weiß, scharf, beim Eintrocknen grugrün)
  30. Lactarius pyrogalus (Syn.: L. circellatus) - Gebänderter Hainbuchen-Milchling(stets bei Hainbuche, auch außerhalb von Wäldern; Hut meist deutlich konzentrisch gebändert; die weißliche bis schwach gelbliche Milch ist mild bis mehr oder weniger scharf, das Fleisch sehr scharf; zahlreiche Fk auf der Rasenfläche gefunden)
  31. Lactarius rufus - Rotbrauner Milchling (bei Kiefern; mit Buckel in der Hutmitte; Milch weiß, scharf)
  32. Lactarius subdulcis - Süßlicher Milchling (bei Rotbuche; Milch weiß, mild bis etwas bitterlich; keiner der gefundenen Milchlinge ist als Speisepilz zu verwenden)
  33. Lentinus lepideus - Schuppiger Sägeblättling (sehr schönes Exemplar an Kiefernstumpf)
  34. Macrocystidia cucumus - Gurkenschnitzling(auf der Rasenfläche; riecht stark nach Gurke, im Alter nach Fisch)
  35. Marasmiellus vaillantii - Matter Zwergschirmling (zahlreiche Fk an Laubholzzweig)
  36. Marasmius oreades - Nelkenschwindling (auf der Rasenfläche; siehe auch Fotoalbum: Auf der grünen Wiese)
  37. Marasmius rotula - Halsbandschwindling (mehrfach an Laubholzästchen)
  38. Megacollybia platyphylla - Breitblatt (an morschem, vergrabenem Holz; Kurzbeschreibung: "ein Pilz wie Haut und Knochen", sehr häufige Art, als Speisepilz nicht zu empfehlen)
  39. Mycena galopus - Weißmilchender Helmling (mehrfach in der Nadelstreu, an Fichtennadeln)
  40. Paxillus atrotomentosus - Samtfußkrempling(in der Nähe eines Kifernstumpfes)
  41. Phaeolus spadiceus - Kiefernbraunporling (parasitischer Forstschädling; bildet meist sehr große Fk)
  42. Phyllotopsis nidulans - Orangesitling (an verkohltem Nadelholz; Fund des Tages! Siehe auch Fundkorb-Beitrag)
  43. Piptoporus betulinus - Birkenporling (sie Fotoalbum: Pilze an Holz)
  44. Psathyrella candolleana - Behangener Faserling (auf vergrabenem Holz)
  45. Psathyrella pennata - Kohlen-Faserling(auf Brandstelle; erstmals in diesem UG gefunden)
  46. Rickenella fibula - Gemeiner Heftelnabeling (sehr hübsches Blätterpilzchen; in Moosen; sehr häufig)
  47. Rickenella swartzii (Syn.: R. setipes) - Blaustieliger Heftelnabeling (Form und Größe wie der Gemeine Heftelnabeling, nur anders gefärbt; zahlreich im moosigen Rasen gefunden)
  48. Russula amara - Buckel-Täubling (bei Kiefern; guter Speisepilz; die Huthaut kann bitter sein, daher entfernen; siehe auch Artikel und Fotoalbum)
  49. Russula amoenolens - Camembert-Täubling (bei Eiche; scharf)
  50. Rusula emetica var. silvestris - Kiefern-Speitäubling (sehr scharf; giftig - verursacht Magen- Darmstörungen)
  51. Russula ionochlora - Papageitäubling (essbar)
  52. Russula risigallina var. acetolens (Syn.: R.lutea, acetolens, chamaeleontina var. lutea) - Dotter-Täubling (bei Kiefern; weichfleischig, Geschmack mild, Spp.dottergelb, auch die Lamellen färben sich durch Sporenabwurf dotterglb; essbar)
  53. Schizophyllum commune - Spaltblättling (an Buche)
  54. Scleroderma areolatum - Gefelderter Kartoffelbovist (auch Leopardenfell-Kartoffelbovist genannt; am Wegrand)
  55. Scleroderma citrinum - Dickschaliger Kartoffelbovist
  56. Stereum rugosum - Runzeliger Schichtpilz (an toten Laubholzstämmchen)
  57. Trichaptum abietinum - Violetter Lederporling (an toten Kiefernstämmen und -ästen)
  58. Tylopilus felleus - Gallenröhrling (bei Kiefer; klassischer Doppelgänger vom Steinpilz, insbesondere junge Pilze sind leicht zu verwechseln; Geschmacksprobe: im Gegensatz zum Steinpilz gallenbitter, Lecken am Fruchtfleisch genügt)
  59. Vascellum pratense - Wiesen-Stäubling (auf der Rasenfläche)
  60. Xerocomus badius - Maronenröhrling (siehe Fotoalbum)
  61. Xerocomus chrysenteron - Rotfußröhrling
  62. Xerocomus subtomentosus - Ziegenlippe