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Fundliste 11.10.2009 MTB 5919.3.4

Pilzkundliche Führung der Stadt Rodgau an der Gänsbrüh

Wie in den letzten Jahren konnte den Teilnehmern auch diesmal wieder ein besonderer Pilz gezeigt und erklärt werden: die Puppenkernkeule Cordyceps militaris. Um mehr über ihn und seine Lebensweise zu erfahren und wie er 2007 zum Pilz des Jahres geworden ist, folgen Sie diesen Fundkorb-Links >>>.

 

Speisepilze gab es natürlich auch. Bei der wie immer großen Teilnehmerzahl war allerdings nicht zu erwarten, dass jeder seinen Korb füllen konnte, zumal die Krausen Glucken diesmal dünner gesät waren als in den Jahren zuvor. Aber etwas über Pilze gelernt haben wohl alle.

 

    F u n d l i s t e :

  1. Amanita citrina - Gelber Knollenblätterpilz (wohl der häufigste Wulstling bei dieser Führung; mehr über diesen recht harmlosen Doppelgänger des tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilzes, den wir diesmal nicht gefunden haben, im Fotoalbum: 20 Pilze von A bis X
  2. Amanita excelsa - Grauer Wulstling
  3. Amanita fulva - Rotbrauner Scheidenstreifling (mehr >>>)
  4. Amanita gemmata - Narzissengelbder Wulstling
  5. Amanita muscaria - Fliegenpilz
  6. Amanita rubescens - Perlpilz (ebenfalls oft gefunden; guter Speisepilz, aber wer ihn nicht sicher vom kaum schmackhaften Grauen Wulstling, vor allem aber vom giftigen Pantherpilz unterscheiden kann, sollte die Finger von ihm lassen)
  7. Amanita vaginata - Grauer Scheidenstreifling
  8. Apiocrea chrysosperma - Goldschimmel (viele Röhrlinge werden von diesem giftigen Schimmelpilz befallen. Beim Sammeln zu Speisezwecken ist auf diesen Befall zu achten, der mit weißlich grauen Bezügen auf den Poren beginnt, zuletzt den ganzen Pilz in eine wattige, goldgelbe Schicht einhüllt und gefährliche Vergiftungen hervorrufen kann)
  9. Armillaria ostoyae - Dunkler Hallimasch (während dieser Pilz z. Zt. in manchen Wäldern massenhaft zu finden ist, war er heute an der Gänsbrüh nur vereinzelt an Fichtenholz zu finden)
  10. Auriscalpium vulgare - Ohrlöffelstacheling (an Kiefernzapfen)
  11. Baeospora myosura - Mäuseschwanzrübling (hübsches, kleines Blätterpilzchen, gesellig auf Fichtenzapfen wachsend)
  12. Boletus edulis - Gemeiner Steinpilz (mehr >>>)
  13. Boletus erythropus - Flockenstieliger Hexenröhrling (das im Anschnitt blau anlaufende Fleisch schreckt unerfahrene Pilzsammler ab - dabei ist der "Flocki" ein ausgezeichneter Speisepilz, der von Kennern noch mehr geschätzt wird als der Steinpilz)
  14. Bovista plumbea - Bleigrauer Zwergbovist
  15. Calvatia excipuliformis - Beutelstäubling
  16. Cantharellus cibarius - Pfifferling
  17. Clitocybe clavipes - Keulenfuß-Trichterling (bei Kiefern)
  18. Clitocybe phaeophthalma - Ranziger Trichterling
  19. Coprinus atramentarius - Faltentintling
  20. Coprinus comatus - Schopftintling
  21. Cordyceps militaris - Puppenkernkeule (dieser auf Schmetterlingspuppen parasitierende kleine Pilz hat die "Gänsbrüh" über die Region hinaus bekannt gemacht und ist 2007 "Pilz des Jahres" gewesen. Alles Wissenswerte über ihn: >>>)
  22. Cyathus striatus - Gestreifter Teuerling (viele sind erstaunt, wenn sie erfahren, dass diese merkwürdigen Gebilde Pilze sind. Alles über "Vogelnestpilze" in einer ausführlichen Abhandlung: >>>)
  23. Cystolepiota seminuda - Weißer Mehlschirmling
  24. Fomitopsis pinicola - Rotrandiger Baumschwamm (an totem Fichtenholz)
  25. Galerina laevis - Rasen-Häubling (im moosigen Gras am Teichrand)
  26. Geastrum quadrifidum - Kleiner Nest-Erdstern (im Fichtenwald gefunden und wegen seiner ungewöhnlichen Gestalt viel beachtet)
  27. Geastrum triplex - Halskrausen-Erdstern (mehr >>>)
  28. Gymnopus dryophilus - Waldfreundrübling
  29. Gymnopus peronatus - Brennender Rübling
  30. Gymnosporangium sabinae - Birnengitterrost (an Blättern eines Birnbaums)
  31. Heterobasidion annosum - Wurzelschwamm
  32. Hygrophoropsis aurantiaca - Falscher Pfifferling
  33. Hypholoma capnoides - Graublättriger Schwefelkopf
  34. Hypholoma fasciculare - Grünblättriger Schwefelkopf
  35. Hypholoma lateritium - Ziegelroter Schwefelkopf
  36. Laccaria laccata - Rötlicher Lacktrichterling
  37. Lactarius subdulcis - Süßlicher Milchling
  38. Lactarius turpis - Olivbrauner Milchling
  39. Leccinum scabrum - Birkenraufuß (so lange jung und festfleischig guter Speisepilz)
  40. Leccinum scabrum var. melaneum - Schwärzlicher Birkenpilz
  41. Lycoperdon perlatum - Flaschenbovist
  42. Lyophyllum decastes - Büschelrasling (diesen ausgezeichneten Speisepilz finden wir seit Jahren an der Gänsbrüh. Wegen einiger Verwechslungsmöglichkeiten sollte er allerdngs nur von Pilzfreunden gesammelt werden, die ihn sicher von z. T. giftigen ähnlichen Pilzen unterscheiden können. Leider waren unsere diesjährigen Funde von einem Schimmelpilz befallen und daher nicht für die Küche geeignet)
  43. Macrolepiota mastoidea - Warzen-Riesenschirmling
  44. Macrolepiota procera - Großer Riesenschirmling (saubere Hüte eignen sich hervorragend zum Braten: wie Schnitzel, paniert oder pur)
  45. Marasmius oreades - Nelkenschwindling (auf der Rasenfläche gefunden)
  46. Mycena epipterygia - Dehnbarer Helmling
  47. Mycena galericulata - Rosablättriger Helmling
  48. Mycena galopus - Weißmilchender Helmling
  49. Mycena pura - Rettich-Helmling (giftig, enthält Muscarin)
  50. Mycena stipata - Büscheliger Nitrathelmling (riecht auffallend nach "Schwimmbad" = Chlor)
  51. Mycena zephirus - Rostiger Helmling
  52. Myxomphalia maura - Kohlennabeling (an der Gänsbrüh finden sich immer einige frische oder schon ältere, teilweise mit Moos bewachsenen Brandstellen, auf denen interessante Pilze wachsen können. Zu diesen gehört der Kohlennabeling, den wir nun erstmals hier gefunden haben. Mehr über diesen Pilz >>>)
  53. Paxillus involutus - Kahler Krempling (giftig)
  54. Pelloporus tiqueter - Dreieckiger Filzporling (auf einem Fichtenstubben gefunden; der Pilz gehörte früher zur Gattung Onnia)
  55. Pholiota populnea - Pappelschüppling (an entrindeten, hier abgelagerten Pappelstämmen)
  56. Pholiota squarrosa - Sparriger Schüppling (an Fichte)
  57. Piptoporus betulinus - Birkenporling (mehr >>>)
  58. Pluteus cervinus - Rehbrauner Dachpilz (mehrfach an Holz gefunden, sehr häufige Art, die in keinem Wald fehlen dürfte; wegen des muffiges Geshmacks kein Speisepilz)
  59. Rhizopogon obtextus - Gelbliche Wurzeltrüffel (was es mit dieser "Trüffel" auf sich hat, sollten Sie unbedingt in unserem Fundkorb-Beitrag nachlesen)
  60. Rhodocollybia butyracea var. butyracea - Butter-Rübling
  61. Rhodocollybia maculata - Gefleckter Rübling
  62. Russula amara - Buckeltäubling (essbar, die Huthaut könnte bitterlich sein; mehr zu diesem in Kiefernwäldern häufigen Pilz im Fotoalbum und in einem Artikel: Gibt es bittere Täublinge?)
  63. Russula badia - Zedernholztäubling (mit Verzögerung sehr scharf, kein Speisepilz)
  64. Russula decolorans - Orangeroter Graustiel-Täubling
  65. Russula ochroleuca - Ockertäubling
  66. Russula sardonia - Zitronenblättriger Täubling (sehr scharf und ungenießbar)
  67. Russula turci - Jodoform-Täubling
  68. Scleroderma citrinum - Dickschaliger Kartoffelbovist
  69. Sparassis crispa - Krause Glucke (bei dieser Wanderung nicht so zahlreich wie in den Jahren zuvor)
  70. Stereum subtomentosum - Samtige Tramete
  71. Suillus bovinus - Kuh-Röhrling (essbar, aber doch eher von mäßiger Qualität)
  72. Suillus luteus - Butter-Röhrling
  73. Suillus variegatus - Sand-Röhrling (obwohl wie Butter- und Kuhröhrling zu den Schmierröhrlingen gehörend, hat er einen trockenen Hut)
  74. Thelephora terrestris - Erdwarzenpilz (mehr >>>)
  75. Trametes gibbosa - Buckeltramete
  76. Trametes versicolor - Schmetterlingstramete
  77. Tremella foliacea - Rotbrauner Zitterling
  78. Tricholoma saponaceum - Seifen-Ritterling (riecht unangenehm nach Waschküche oder Kernseife)
  79. Tricholomopsis rutilans - Purpurfilziger Holzritterling (äußerst appetitlich aussehender, sehr schöner und festfleischiger Pilz, der aber leider ungenießbar muffig schmeckt)
  80. Xerocomus badius - Maronenröhrling (recht zahlreich gefunden; mehr über diesen beliebten Speisepilz >>>)
  81. Xerocomus chrysenteron - Rotfußröhrling
  82. Xerocomus subtomentosus - Ziegenlippe
  83. Xerula radicata - Grubiger Schleimrübling

Eine Vielzahl kleiner und kleinster, vor allem an Holz wachsender Arten, die bei der Führung nicht beachtet oder banannt wurden, sind nicht in die Fundliste aufgenommen worden.