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Lepiota fuscovinacea Moel. et Lge.

Weinbrauner Schirmling

RL=3 V=0 - 22.10.2004, 07.10.2005 und öfter: MTB 5818.3.1 Frankfurter Hauptfriedhof; 28.10.2005 MTB 5916.2.1 lehmiger, nährstoffreicher Wegrand im Wald zwischen Hofheim und Langenhain; 30.10.2005 MTB 5816.3.4 Alter Friedhof in Lorsbach - Exs. u. Foto: Th. Lehr


 

Schirmlinge sind oft schwierig zu bestimmen, vor allem dann, wenn sie über ein sozusagen negatives Alleinstellungsmerkmal verfügen. L. fuscovinacea ist nämlich der einzige Vertreter seiner Gattung, dessen Septen nicht beschnallt sind, so dass man mitunter ziemlich lange nach solchen Verdickungen suchen muss, bis man sicher sagen kann, dass es auch wirklich keine gibt. Im Grunde bedarf es solcher mikroskopischer Untersuchungen (bei denen man auch noch auf die mehrfach septierten Endglieder der Hutdeckschicht zu achten hätte) aber nur, um eine Bestimmung abzusichern, die schon im Feld sehr gut zu leisten ist. Der Weinbraune Schirmling zeichnet sich nämlich, wie sein deutscher Name sagt, durch eine weinbraune Färbung mit oft deutlich ausgeprägten violetten Tönen, die oft schürfelige Hutmitte und einen dem Hut gleichfarbigen, wollig-flockigen Stiel mit mehr oder weniger ausgeprägter Ringzone aus. Am ehesten wären von daher noch Verwechslungen mit den Stachelschirmlingen (Echinoderma) möglich, die aber eigentlich nie die für L. fuscovinacea typischen Farben zeigen und außerdem beschnallte Septen und eine anders strukturierte Huthaut aufweisen (man muss also doch mikroskopieren!).

Bemerkenswert ist, dass die in ganz Deutschland seltene Art im Herbst 2005 innerhalb von drei Wochen gleich an drei verschiedenen Standorten gefunden werden konnte, wobei die Vorkommen im Frankfurter Hauptfriedhof besonders üppig ausfielen und außerdem recht standorttreu zu sein scheinen. (Thomas Lehr)