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Lentinus strigosus (Schw.) Fr.

Borstiger Knäueling

Syn.: Panus lecomtei, Panus rudis - RL=3 V=8 (RM=6) - 18.07.1004 MTB 6017.3.1 UG Luxhohl bei Langen, an Buchen-Ast - Weitere Funde: MTB 5918.2.3 Kiefernheg, 5919.4.1 Horneich, 6017.2.2 Wolfsgarten, 6018.1.2 Koppschneise, 6018.1.3 Bayerseich, 6018.3.1 Hanauer Steinschneise - Exs. D. Gewalt, Foto: Harry Regin, www.pilzfotopage.de


 

Eigentlich könnte Entwarnung gegeben werden: für die Rote-Liste-Art besteht kaum noch eine Bestandsgefährdung. "Schuld" an dieser für den Pilz erfreulichen Entwicklung ist die Klima-Erwärmung, die andererseits längst zur Bedrohung für unser ökologisches Gleichgewicht geworden ist. Das RM-Gebiet scheint zu den Verbreitungsschwerpunkten des Pilzes zu gehören, was angesichts der wärmebegünstigten Lage nicht verwunderlich ist. Ein Allerweltspilz ist der Borstige Knäueling jedoch auch hier nicht. Wie etwa der häufige Spaltblättling gehört er zu den Erstbesiedlern von totem Laubholz, bevorzugt sonnen-exponierte Standorte und kann längere Trockenperioden schadlos überdauern. Laut Literatur ist die Buche der Haupt-, nach eigener Beobachtung der einzige Wirt. Markante Kennzeichen sind die jung schön violett-fleischrötlich gefärbten, bei Trockenheit und im Alter strohblass ausbleichenden Hüte, die filzig-borstige Beschaffenheit von Huthaut und Stiel sowie die ockergelben, weit herablaufenden Lamellen. (Dieter Gewalt)