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Entoloma farinasprellum Arnolds

Ranziger Rötling

V=0 26.07. bis Mitte August 2002 MTB 5918.4.3 Dietzenbach Parkanlage Rodgaustraße - Exs. u. Dia D. Gewalt


 

Die Seltenheit mancher Rötlingsarten mag in der Abneigung vieler Pilzfreunde bergündet sein, sich mit dieser schwierigen und artenreichen Gattung zu befassen. Dies mag auch erklären, dass die hier vorgestellte Art im Verbreitungsatlas (Krieglst. 1991) nicht enthalten und bei Breitenbach & Kränzlin (Pilze der Schweiz Band 4 Nr. 32) mit nur einem Fund dokumentiert ist. Da die Art rasig und in großer Fk-Zahl (erstmals im Juli 2000) praktisch vor meiner Haustür auf einer z. T. mit Moosen durchmischten Grasfläche wuchs, sollte sie unbedingt einen Namen erhalten. Mit "Moser" gelangte ich zügig in die Untergattung Leptonia, dort aber in eine ausweglose Sackgasse. Damit stand fest, dass die Kollektion mit der Kleinen Kryptogamenflore (1983) nicht zu bestimmen war. Mit dem Entoloma-Schlüssel von Noordeloos (IHW-Verlag 1994) und etwas Mikroskopieraufwand gelang dann eine recht schnelle und zweifelsfreie Diagnose.

Wichtige Artmerkmale sind: Hüte bis zur Hälfte und mehr durchscheinend gerieft, Stiele wie "poliert" aussehend, mehlig-ranziger Geruch und Geschmack, gesellig-rasiges Auftreten in Mager- und Trockenrasen, 4-sporige Basidien mit Basalschnallen, 6 - 8-eckige Sporen. An dieser Stelle möchte ich Helmut Sandau danken, der anhand von im Juli 2000 entnommenen Materials eine Überprüfung vorgenommen und meine Bestimmung bestätigt hat. (Dieter Gewalt)