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Coprinus patouillardii Quél.

Eintags-Tintling

(Syn.: C. cordisporus) - V=0 - 07.10.1998 MTB 5918.4.3 Dietzenbach, Rodgaustraße 26 - Foto: D. Gewalt


 

Bekanntlich sind Mist und Dung begehrte Substrate für koprophile Pilze. Um zu beobachten, welche Arten sich darauf entwickeln würden, habe ich in den 1980er Jahren größere Mengen Pferdeäpfel von verschiedenen, regelmäßig von Reitern benutzten Waldwegen in meinen Garten geholt. Schon bald erschienen die ersten, wenn auch sehr kurzlebigen Pilze: zuerst der Pferdemist-Tintling Coprinus radiatus und später an anderer Stelle der Eintags-Tintling Coprinus patouillardii. Die Bestimmung bereitete keine Schwierigkeiten, aber es stellte sich ein Kartierungsproblem. Für welches Rasterfeld sollten die "Funde" gemeldet werden? Für das MTB, in dem mein Grundstück lag, oder das, aus dem die Pferdeäpfel geholt worden waren?

Im Jahre 1998 wiederholte ich den Kultivierungsversuch an anderer Stelle. Da mir nach einem Umzug kein Garten mehr zur Verfügung stand, wurden einige Pferdeäpfel in unbepflanzten Blumenkästen auf meinem Balkon deponiert. Sie stammten aus dem Lichteichenwald im Westen von Dietzenbach, in dessen unmittelbarer Nähe sich ein Reiterhof befindet. Es dauerte etwa drei Wochen, bis die ersten Eintags-Tintlinge erschienen und fotografiert werden konnten. Da sowohl Reitwege, Reitstall als auch meine Wohnung im selben MTB-Unterquadranten liegen, gab es diesmal keine Kartierungsprobleme. (Juli 2008, Dieter Gewalt)

+ Der Eintags-Tintling konnte übrigens auch in Thailand auf Elefantendung nachgewiesen werden.