Statistik
Startseite > Fundkorb > Ciboria amentacea (Balb.:Fr.) Fuck.

Ciboria amentacea (Balb.:Fr.) Fuck.

Erlenkätzchen-Stromabecherling

V=3 (RM=2) - 15.02.2004 MTB 5916.1.4 Erlenstreifen am Weilbach, westl. von Weilbach, 16.02.2004 MTB 5916.2.1 Erlenwäldchen zwischen Hofheim und Lorsbach, 09.03.2005 MTB 916.3.4 Bachauwald am Wickerbach bei der Wiesenmühle. Weitere Beobachtungen: MTB 5916.3.2, 5816.4.1, 5816.4.3, 5816.3.2, 5816.2.1 - Exs. u. Foto Th. Lehr


 

Ich muss zugeben, dass ich zunächst sehr erstaunt darüber war, dass der Erlenkätzchen-Stromabecherling nur mit drei hessischen Fundpunkten im Verbreitungsatlas vertreten ist, von denen einer auf Dieter Gewalt zurückgeht (UG Pilippseich 6018.1.2; UG Birke 6018.1.2). Ich finde die Art seit Jahren regelmäßig in meinen beiden "Haus-MTB" und habe nur die Funde, zu denen ich mir Notizen gemacht habe, aufgeführt. Gesehen habe ich die Art sicher noch wesentlich häufiger, ja mein Eindruck ist sogar, dass sie überall vorkommt, wo man auch Erlen findet. Die wenigen Fundpunkte sind um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Ciboria amentacea gut kenntlich und eigentlich kaum zu verwechseln ist. Entdeckt man im zeitigen Frühjahr auf alten Erlenkätzchen bis 1,5 cm breite, lang gestielte, bräunliche Becherchen, dann hat man eigentlich sicher C. amentacea gefunden. Etwas kompliziert ist allerdings die taxonomische Stellung des Pilzes. Traditionell wurde er als gute Art aufgefasst, die sich vor allem durch das Substrat von anderen Stromabecherlingen unterscheiden lässt. Schon frühzeitig kam es aber auch zu einer Synonymisierung mit dem Gemeinen Stromabecherling Ciboria caucus, der sich auch G. J. Krieglsteiner im Verbreitungsatlas angeschlossen hat. Eine ausführliche Diskussion der taxonomischen Stellung würde den Rahmen eines FUNDKORB-Beitrags sprengen und soll daher einer späteren Arbeit vorbehalten bleiben. (Thomas Lehr)

 

+ 29.03.1987 MTB 6018.3.1 Hanauer Steinschneise bei Egelsbach-Bayerseich