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Bolbitius coprophilus (Peck) Hongo

Rosafarbener Mistpilz

(Breitsporiger Mistpilz) - V=0 - 01.04.2002 MTB 5916.2.3 Felder südl. Hofheim-Marxheim, auf Misthaufen - Exs. Th. Lehr, Dia D. Gewalt


 

Mag auch mancher Spaziergänger den Mann auf dem hohen Misthaufen für einen Aprilscherz gehalten haben, der schöne kleine Pilz auf diesem Misthaufen war zumindest kein Scherz.

Der Rosafarbene Mistpilz ist in seiner typischen Form mit einem wenigstens in der Mitte leuchtend rosafarbigen Hut und dem Standort auf Mist kaum zu verwechseln. Fehlen die Rosatöne, kann die Bestimmung schwierig werden, da man den Pilz in vielen älteren Büchern nicht findet und so schon bei der Benennung der Gattung in Schwierigkeiten kommen kann. Man muss dann in jedem Fall mikroskopieren, um diesen Mistpilz an seinen eigentümlich eckig-ellipsoiden Sporen zu identifizieren.

In Zukunft gilt es, weitere Vorkommen genau zu beachten, um zu sehen, ob der bisher sehr seltene (oder in seiner blassen Form übersehene) Pilz tatsächlich in Ausbreitung begriffen ist. (Thomas Lehr, Apr. 2009)

 

+ Diese wärmeliebende, möglicherweise in Europa eingeschleppte Art konnte schon am 21.07.1999 am Kirchborn bei Götzenhain (MTB 5918.3.4) festgestellt werden. Hier ist auch das oben gezeigte Foto entstanden. Der voluminöse Misthaufen, auf dem ein pralles, gut genährtes Büschel des Rosafarbenen Mistpilzes wuchs, war aus Stroh, Pferdemist und anderen Abfällen eines nahen Reiterhofs zusammengesetzt. Literatur-Hinweis: Karin Montag in "Der Tintling" 4/1996 S. 17-18 (Dieter Gewalt)