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Arachnoscypha aranea (De Not.) Boud.

Esskastanienschalen-Becherchen

V=0 - 26.08.2005 MTB 6118.1.4 UG. Rabennest bei Darmstadt - leg., det. u. Foto: D. Gewalt, conf. u. Exs. Fredi Kasparek


 

 

Wegen seiner Winzigkeit ein kaum beachtetes Pilzchen. Die weißen Apothezien haben gerade mal Staubkorngröße von 0,2 bis 0,3 mm, sind also nur mit der Lupe und bei gezielter Suche zu finden. Wer von Sommer bis Spätherbst feucht liegende, vorjährige Esskastanien-schalen untersucht, wird wahrscheinlich bald Erfolg haben. Bis zum Redaktionsschluss für Krieglsteiners Verbreitungsatlas Ende der 1980er Jahre ist das jedoch kaum einmal geschehen, so dass in diesem Werk gerade mal 4 Funde für Deutschland verzeichnet sind. Die tatsächliche Verbreitung dürfte aber mit dem Vorkommen von Esskastanien (Castanea sativa) identisch und sehr viel dichter sein.

In der Regel wird man diese kleinen Ascomyzeten an den Innenseiten der Fruchtschalen finden, nicht selten in Gesellschaft von Lanzia echinophila wie auf dem Foto, und gern auch an deren Fruchtkörpern; mitunter gehen sie sogar an die Stacheln der Cupulen. Die an den Rändern behaarten Becherchen sitzen meist auf einem spinnwebartigen Subikulum, weshalb die Art früher in der Gattung Arachnopeziza geführt wurde. (Mai 2008; Dieter Gewalt)

Literatur:

  • Baral, Hans Otto u. German J. Krieglsteiner (1985): In Süddeutschland gefundene inoperculate Discomyzeten, Beiheft 6 zur Z.Mykol. Seite 47
  • Kasparek, Fredi (2006): Ein Kessel Buntes Teil XI, Tintling Nr. 47, Seite 17 - 18

+ Siehe auch den Fundkorb-Beitrag über den Kastanienschalen-Becherling Lanzia echinophila