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Tour 3:

Pilze im Winter

Inhalt:  Flammulina velutipes - Geoglossum cookeianum - Pleurotus ostreatus - Sarcoscypha coccinea   ... und es werden weitere folgen

 


 

Flammulina velutipes - Samtfußrübling 

Er wird auch "Winterpilz" genannt, und damit ist schon einiges über ihn gesagt. Einer kleinen Minderheit unter den Sammlern, die sich von frostigen Temperaturen nicht abschrecken lässt, liefert er auch während der kalten Jahreszeit Wohlschmeckendes für die Küche. Er wächst gesellig bis büschelig an Laubholz, besonders gern an Weiden und Pappeln. Kenner suchen ihn vor allem an Gehölzen, die Seeufer, Bach- und Flußläufe säumen. Wer ihn findet, wird sich nicht nur an einer leckeren Pilzmahlzeit, sondern oft auch an einem reizvollen Anblick erfreuen.

Kleiner Tipp für die Zubereitung: Stiele weglassen; sie sind zäh.  (Dieter Gewalt)

 

 

 

 


 

Geoglossum cookeianum - Trockene Erdzunge

Diese Erdzunge scheint ein kleines Wärmekraftwerk zu sein, hat sie doch den umgebenden Schnee weggeschmolzen. Ein typischer Winterpilz ist die seltene Art dennoch nicht, sie scheint nur im Spätherbst von der weißen Pracht überrascht worden zu sein. Alles Wissenswerte über diesen bemerkenswerten Fund hat Thomas Lehr in einem ausführlichen Funkorb-Beitrag beschrieben. (> > >)

 

 

Das Foto wurde im Kalkbruch an der Wiesenmühle bei Flörsheim (MTB 5916.3.4) aufgenommen.

 

 

 


 

 

 

Pleurotus ostreatus - Austernseitling   Für Gourmets ist er der Winterpilz schlechthin. So manchem hat er schon nach einem weihnachtlichen Waldspaziergang eine leckere Beilage zum Festbraten beschert. In unseren Wäldern besiedelt er mit Vorliebe totes, noch berindetes Buchenholz, egal ob die Stämme noch aufrecht stehen oder am Boden liegen. Clevere Pilzfreunde merken sich bereits im Sommer oder Herbst, wo sie geeignetes Totholz gesichtet haben, um dann im Winter reiche Ernte einzufahren. Mit etwas Glück kann man aber sogar mitten in einer Großstadt wie Frankfurt fündig werden, wie dieses Foto von Norbert Kühnberger zeigt. Er fand die eindrucksvolle Pilzgruppe am 13.01.2008 in der Gießener Straße (MTB 5818.3.1) an einem Baumstumpf, vermutlich Silberahorn.

 


 

 

 

Sarcoscypha coccinea - Scharlachroter Kelchbecherling 

Im Rhein-Main-Gebiet, in Hessen wie in ganz Deutschland müssen alle Sarcoscypha-Arten als selten bis sehr selten oder fehlend gelten. Um so bedauerlicher ist es, dass die Vorkommen am Flörsheimer Kalkbruch aller Voraussicht nach in nächster Zeit einer Rodung bzw. Aufschüttung zum Opfer fallen werden. Man kann in diesem Zusammenhang nur hoffen, dass der Versuch, wenigstens einige der Prachtbecherlingsäste zu "evakuieren" und an anderen, einigermaßen geeigneten Standorten wieder auszulegen, erfolgreich sein wird, denn andernfalls würde der Dyckerhoff-Bruch eine seiner farbenprächtigsten Attraktionen für immer verlieren.  (Foto und Text: Thomas Lehr, siehe auch den ausführlichen Eintrag in der Rubrik Fundkorb)