Statistik
Startseite > Fotoalbum > Tour 11:

Tour 11:

Täublinge und Milchlinge

Inhalt:  Russula amara - Russula nigricans - Russula virescens

 


Russula amara - Buckeltäubling

In typischer Ausprägung gehört der Buckeltäubling zu den gut kenntlichen Vertretern einer Gattung, in der man bei den allermeisten Arten nur mit erheblichem (und mikroskopischem) Bestimmungsaufwand zum Ziel gelangt. Er wächst ausschließlich und häufig in nährstoffarmen, bodensauren Kiefernwäldern, wie sie in der Rhein-Main-Ebene vielfach anzutreffen sind. Typische Kennzeichen sind die weinbraunen Hutfarben und der zentrale Buckel, der meist deutlich sichtbar vorhanden oder zumindest zu ertasten ist. Ich kann diesen Täubling aus Erfahrung als guten Speisepilz empfehlen, man sollte aber vor der Zubereitung die manchmal etwas bittere Huthaut entfernen. Zu diesem Thema siehe auch den Beitrag "Gibt es bittere Täublinge?"

 

Foto: Jochen Hausburg Text: Dieter Gewalt

 


 

Die Vermutung, dass es sich hier um Haifischzähne handelt, hat sich nicht bestätigt. Unter dem Mikroskop zeigten sich Strukturen, die für Pilze typisch sind, und kugelige Zellen, wie man sie bei den Sprödblättlern (Russulaceae) findet. Tatsächlich handelt es sich um die Blätter des

Dickblättrigen Schwärztäublings - Russula nigricans,

der an seinen entfernt stehenden, ungewöhnlich dicken Lamellen zu erkennen ist. Sein wissenschaftlicher Name weist auf die Eigenschaft seiner Fruchtkörper hin, sich beim Altern schwarz zu verfärben. Noch im Winter und bis ins zeitige Frühjahr kann man überständige, total geschwärzte Pilzleichen in den Wäldern finden. (Foto: Hermine Lotz-Winter)

 


 

Russula virescens - Grüngefelderter Täubling

Viele Pilzfreunde halten ihn für den besten aller essbaren Täublinge. Manche schätzen ihn sogar mehr als den Steinpilz. Innerhalb der schwierigen und sehr artenreichen Gattung der Täublinge gehört er zu den am leichtesten und auch makroskopisch gut erkennbaren Arten. Seine Farbe variiert weit weniger als bei anderen Täublingen und die felderig aufreißende Huthaut (auf dem Foto gut zu sehen) ist ein sicheres Merkmal. Nur bei ganz jungen Fruchtkörpern ist die Huthaut noch ungefeldert. In den meisten Pilzbüchern wird er als relativ selten angegeben und in Roten Listen als gefährdete Art geführt. Verantwortlich für diese Einstufung war ein unübersehbarer Rückgang der Art fast überall in Deutschland. Dieser Trend scheint sich in letzter Zeit erfreulicherweise umgekehrt zu haben. Zumindest in der Rhein-Main-Ebene gehörte er im Sommer 2012 sogar zu den häufigsten Täublingsarten. Er wächst gern bei Eichen und Buchen auf sauren bis neutralen, sandigen oder lehmigen Böden. 

Foto und Text: Dieter Gewalt